Die Rosenegg trägt ihren Stempel

KREUZLINGEN. Der Prix Kreuzlingen geht in diesem Jahr an Heidi und Ernst Hofstetter für ihr grosses Engagement für das Museum Rosenegg. Die beiden erhielten die Auszeichnung im Rahmen der Bundesfeier beim Schützenhaus Fohrenhölzli.

Nicole D'orazio
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Ernst und Heidi Hofstetter haben von Stadtpräsident Andreas Netzle den Prix Kreuzlingen erhalten. (Bild: Nicole D'Orazio)

Ernst und Heidi Hofstetter haben von Stadtpräsident Andreas Netzle den Prix Kreuzlingen erhalten. (Bild: Nicole D'Orazio)

Er ist etwas nervös. Markus Amstutz, Stiftungsrat des Museums Rosenegg, hält die Laudatio für Heidi und Ernst Hofstetter, welche in diesem Jahr mit dem Prix Kreuzlingen ausgezeichnet werden. «Seit 1998 ist die Rosenegg mit dem Namen Hofstetter eng verbunden. Heidi Hofstetter übernahm damals das Präsidium der Vereinigung Heimatmuseum Kreuzlingen», sagt er. Im gleichen Jahr habe die Stadt die Liegenschaft Rosenegg von der Primarschule übernommen und im Baurecht auf die neu gegründete Stiftung Rosenegg übertragen. Heidi Hofstetter wurde Stiftungspräsidentin. «Die Sammlung des Heimatmuseums zu entrümpeln und den Erfordernissen eines modern geführten Museums anzupassen, mit dem Ziel, neues Leben in ein attraktives Haus zu bringen, hat sie intensiv beschäftigt.» 2004 habe sie ihre Arbeit in der Lehrerausbildung am Seminar Kreuzlingen aufgegeben mit der Absicht, Aufgaben im kulturellen Bereich zu übernehmen. Sie ging in Pension und hat sich in den Unruhestand versetzt. «Das war die Sternstunde für die Rosenegg.»

Zu dem gemacht, was sie ist

«Aus der beliebten Lehrerin wurde eine Topmanagerin», sagt Amstutz. «Mit Rat und Tat steht ihr ihr Ehemann Ernst ebenfalls ehrenamtlich zur Seite.» Die Rosenegg sei auf Erfolgskurs. Dank der vielen Arbeit, dem einmaligen Engagement und dem feinen Einfühlungsvermögen habe das Ehepaar der Rosenegg zu dem verholfen, was sie sei. «Sie haben ihr ihren Stempel aufgedrückt. Diese riesengrosse Leistung verdient höchste Anerkennung», meint Amstutz.

Auch Stadtpräsident Andreas Netzle dankt dem Ehepaar für sein Engagement: «Heidi und Ernst Hofstetter haben das Museum Rosenegg zu einem Leuchtturm im städtischen Kulturangebot gemacht.» Seit 2010 vergibt die Stadt den Prix Kreuzlingen an Mitbürger, die «sich mit ihrem ehrenamtlichen, das heisst unbezahlten und auch unbezahlbaren Engagement für die Gemeinschaft und für Kreuzlingen verdient gemacht haben», wie er sagt.

Preis ist eine Verpflichtung

Gerührt nehmen Heidi und Ernst Hofstetter die Auszeichnung entgegen. In diesem Jahr wurde das Kunstwerk von Jacqueline Senn-Arber gestaltet. «Wir sind überwältigt und möchten uns herzlich bedanken», sagt Heidi Hofstetter. «Es müssten aber noch viele andere mit uns hier oben stehen. Allen voran Otto Walthert, ohne den die Rosenegg nicht das wäre, was sie heute ist.» Der Preis sei für sie eine grosse Anerkennung, bedeute aber auch eine Verpflichtung, weiterhin das Beste aus dem Museum zu machen. «Wir hoffen, die Rosenegg bleibt ein Ort, wo Sie gerne hingehen.»

Der Prix Kreuzlingen wurde im Rahmen der Bundesfeier übergeben. In diesem Jahr wurde sie vom Quartierverein Egelshofen beim Schützenhaus Fohrenhölzli organisiert. Das Festzelt war voll und es herrschte eine gute Stimmung.

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