Die Pokis verdrängen die Alkis

…ist Kreuzlingen jetzt Pokémon-City. Am Rondo-Platz, wo sich Löwen- und Sonnenstrasse kreuzen, trifft sich in diesen Tagen die Jugend der Stadt zum abendlichen Monster-Jagen. Gleich zu Dutzenden kommen sie hier zusammen. Zu Fuss, mit dem Velo, einige sind auch mit dem Auto da.

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Pokémon «Enton»: Solche virtuellen Monster fangen die Spieler mit ihren Handys. (Bild: Urs Brüschweiler)

Pokémon «Enton»: Solche virtuellen Monster fangen die Spieler mit ihren Handys. (Bild: Urs Brüschweiler)

…ist Kreuzlingen jetzt Pokémon-City. Am Rondo-Platz, wo sich Löwen- und Sonnenstrasse kreuzen, trifft sich in diesen Tagen die Jugend der Stadt zum abendlichen Monster-Jagen. Gleich zu Dutzenden kommen sie hier zusammen. Zu Fuss, mit dem Velo, einige sind auch mit dem Auto da. Sie sitzen herum oder trotten durch die Gegend, den Blick stets starr aufs Smartphone gerichtet.

Wer vom aktuellen Hype um das neue Handy-Game aus den USA und Japan noch nichts mitbekommen hatte, der hat bei dieser Szenerie so manch Fragezeichen in den Augen. Zur Erklärung: In dem Spiel muss man virtuelle Figürchen, eben Pokémons, an realen Orten einfangen. Das «seltsame Kunstwerk», die «kopflosen Hintern» und der «Alkibrunnen» am Rondo sind als sogenannte «PokéStops» Teil des Games. Hier erhalten die Spieler nützliche Extras.

Ja, wirklich. Der Brunnen am Rondo ist in dem Spiel genau so angeschrieben. Wo die Spiele-Macher diese zwar ortskundige, aber politisch doch etwas unkorrekte Bezeichnung herhaben, weiss man nicht genau. Aber wenn der Pokémon-Hype noch weiter zunimmt, wird die Betitelung als «Pokibrunnen» sowieso bald viel passender sein. Der Verdrängungskampf hat längst begonnen. (ubr)