Die Planungen schreiten voran

Amriswil braucht eine moderne Sporthalle. An einer Infoveranstaltung stellte der Stadtrat ein entsprechendes Projekt vor. Es ist der zweite Anlauf.

Barbara Hettich
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AMRISWIL. Die Platzverhältnisse für die Sporttreibenden in Amriswil werden immer knapper. Die Sporthalle Tellenfeld ist zudem sanierungsbedürftig. Es sei also keine Zwängerei, dass nur zwei Jahre nach dem Nein zu einer neuen Sporthalle eine neue Auflage in Vorbereitung ist, erklärte Stadtrat Stefan Koster an der Informationsveranstaltung, zu der die Stadt am Montagabend eingeladen hatte. Informationsveranstaltung sei eigentlich die falsche Bezeichnung. «Wir wollen wissen, was die Einwohner darüber denken.»

Multifunktionale Anlage

Im vergangenen Mai wurde das aus einem Architekturwettbewerb hervorgegangene Siegerprojekt vorgestellt. In der Zwischenzeit ist es überarbeitet, angepasst und teilweise abgespeckt worden. Der Garderobenneubau für die Aussenanlagen erfuhr einen enormen Schrumpfprozess. «Die Garderoben wurden kleiner gestaltet. Zudem brauchen wir keinen beheizten Aussen-Geräteraum, dafür reicht auch ein Raum in Form einer Fertiggarage», führte Bauplaner Urs Laib aus.

Das Hallenprojekt des Architekturbüros Graf Biscioni aus Winterthur sieht vor, neben die bestehende Tellenfeldhalle spiegelverkehrt eine zweite Dreifachhalle hinzustellen, die mit einem Lichtmass von 9 m Höhe den Anforderungen der Volleyball-Nationalliga A genügen würde. Die beiden Hallen sind durch ein Foyer verbunden und werden so zu einer einheitlichen, multifunktionalen Sportanlage, die selbst einem Ansturm von über 1000 Zuschauern gewachsen sein dürfte. Mit einem Lift im neuen Teil kann die gesamte Anlage behindertengerecht erschlossen werden. «Das ist wirklich eine coole Sache», betonte Architekt Roger Biscioni.

Positive Reaktionen

«Das ist wirklich ein sehr schönes Projekt», zeigten sich in der anschliessenden Diskussionsrunde mehrere Votanten begeistert. Angeregt wurde, dass der Bodenbelag der Hallen nicht nur den Anforderungen der Sportvereine genügen sollte, sondern auch auf die Hauptnutzer, die Schüler, abgestimmt werden sollte. «Diesbezüglich werden wir noch auf die Nutzer zukommen», versprach Koster.

Ein Votant wies darauf hin, dass bei der Planung der Raumbedarf für Lüftung und Heizung nicht unterschätzt werden dürfe. Ein weiterer regte an, das Vordach mit einem Sonnenschutz zu erweitern. «Wir werden diese Anregungen in die weitere Planung mitnehmen», sagte Koster und erklärte, warum ein Kunstrasenplatz zurzeit nicht umsetzbar ist: Mögliche Standorte wären zu nahe an Wohnsiedlungen.