Die Munis kehren zurück

AMRISWIL. Der Kreisel Weinfelderstrasse/Alleestrasse wird Anfang Oktober neu gestaltet. Die behäbigen Stiere geniessen bis Ende 2014 Gastrecht auf dem Kreiselpodest, das mit zusätzlichen Elementen verschönert wird.

Maya Mussilier
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Drei Munis werden bis Ende 2014 auf dem Kreisel stehen. Mit Unterhosen, allerdings ohne Text und Firmenlogos. (Archivbild: Nana do Carmo)

Drei Munis werden bis Ende 2014 auf dem Kreisel stehen. Mit Unterhosen, allerdings ohne Text und Firmenlogos. (Archivbild: Nana do Carmo)

Der Kreisel Alleestrasse/Weinfelderstrasse ist verwaist. Seit einiger Zeit sind die Munis verschwunden, die das graue Podest gehütet hatten. Während die einen ihre helle Freude an den behäbigen Stieren in Unterhosen hatten, waren andere wenig davon begeistert. Doch nun haben die Freunde der Munis allen Grund zur Freude. «Die Stiere kehren zurück und dürfen bis Ende 2014 auf dem Kreisel stehenbleiben», sagt Madeleine Rickenbach, Präsidentin der Kulturkommission.

Kompromiss gefunden

Im April hatte die Kulturkommission mit den drei Petitionären Ruedi Elsener, Jean-Louis Müller und Marcel Monod sowie dem Künstler Hanswalter Graf einen Kompromiss ausgearbeitet. Dieser beinhaltete, von den vorgesehenen Stelen in den Kreiseln abzusehen. Ebenfalls wollte man dem Wunsch nachkommen, die Stiere für einen bestimmten Zeitrahmen im Kreisel zu plazieren. Eine Vereinbarung, mit welcher sich schliesslich alle Parteien einverstanden erklärten.

«Geplant war, dass wir die Stiere auf einer Erhöhung zur Schau stellen wollten», sagt Madeleine Rickenbach. In dieser Form stellte die Kulturkommission das Baugesuch an den Kanton. «Erst vor den Sommerferien haben wir den Bescheid des Kantons bekommen», sagt Madeleine Rickenbach. Dieser lehnte das Gesuch aus sicherheitstechnischen Gründen ab. Vor der Sommerpause sei die Zeit zu kurz gewesen, um zu reagieren, erklärt die Präsidentin der Kulturkommission. Anfang August habe man sich nun mit Andreas Sallmann zusammengesetzt. «Wir fragten ihn, ob er sich vorstellen könnte, dass die Munis auf dem bestehenden Sockel zu stehen kommen.

Andreas Sallmann seinerseits zeigte sich bereit, die Gestaltung des Kreisels bis Ende 2014 zu übernehmen. Drei Munis werden für diese Zeit auf einem grünen Rasenteppich stehen und ein wachsames Auge auf den vorbeirollenden Verkehr haben. Die Munis werden nach wie vor ISA-Unterwäsche tragen, dies jedoch ohne entsprechende Beschriftung und ohne ein Firmenlogo.

Ab 2015 wechselnde Kunst

Auch wenn die von der Kulturkommission zuerst favorisierten Stelen nicht kommen, ist das anfängliche Konzept nicht vom Tisch. «Die Fläche des Kreisels Alleestrasse und wenn er dann gebaut ist auch jene des Pentoramakreisels werden ab 2015 wie ursprünglich vorgesehen im Wechsel von Künstlern aus der Region gestaltet», erklärt Andreas Müller, Kulturbeauftragter der Stadt Amriswil.

Madeleine Rickenbach (Bild: Donato Caspari)

Madeleine Rickenbach (Bild: Donato Caspari)

Andreas Müller (Bild: Maya Mussilier)

Andreas Müller (Bild: Maya Mussilier)