Die Meisterschaft der Kleinen

Auf der Kartbahn in Sulgen kämpften am Sonntag Pocket-Bike-Fahrer aus der ganzen Schweiz um Punkte für die nationale Meisterschaft.

Hugo Berger
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Ehrgeizig: Pocket-Bike-Fahrer auf der Kartbahn Sulgen. (Bild: Hugo Berger)

Ehrgeizig: Pocket-Bike-Fahrer auf der Kartbahn Sulgen. (Bild: Hugo Berger)

sulgen. Auf dem Gelände vor der Kartbahn Sulgen herrschte am Sonntag Rennstimmung. Pocket-Bike-Fahrer aus der ganzen Schweiz waren mit Wohnwagen und Zelten angereist, um sich Punkte für die Schweizer Meisterschaft zu erkämpfen. Da und dort schraubten einige noch an ihren Minibikes herum, andere warteten bei einem Schwatz mit Freunden und Betreuern gelassen auf ihren Renneinsatz.

«Aus der Traum»

So etwa Sven Rohner von Au SG, der vor drei Jahren den Titel des Schweizer Meisters errang. Bisher habe er auf dem Minibike etwa 200 Auszeichnungen gewonnen, erzählte der 26-Jährige. Eigentlich würde er lieber mit grossen Maschinen Rennen fahren, gab er zu, aber das sei eine Frage der Finanzierbarkeit. «Das fängt schon beim Kauf der Maschinen an. Ein Minibike ist halb so teuer wie eine grosse Maschine.»

Sven Rohner und sein Vater, welcher für die Technik zuständig ist und sich selber als «Herumschrauber» bezeichnet, zeigten sich vor dem Rennen optimistisch. Doch der Wettbewerb in Sulgen stand für den St. Galler unter keinem guten Stern. Vom Start weg vermochte er sich zwar an vierter Stelle zu halten, dann aber kurz vor Ende des rund zehnminütigen Rennens ereilte ihn das Pech: Wegen eines Defektes am Kettenantrieb musste er alle Fahrer an sich vorbeiziehen lassen. «Aus der Traum vom Schweizer Meister», sagte sein Vater enttäuscht.

Junger Siegertyp

Mehr Glück hatte der 4jährige Jordan Bartucca aus Endingen AG. Er fuhr einmal mehr in seiner Kategorie als Erster durchs Ziel. Sein Können kommt nicht von ungefähr. «Wir kommen fast jedes Wochenende nach Sulgen zum Training», verriet sein Vater, welcher ebenfalls Rennen fährt. Auf die Gefahren des Sports angesprochen, meinte Dominik Bartucca: «Die Fahrer sind durch ihre Anzüge und Helme sehr gut geschützt.» Der kleine Jordan machte kein grosses Aufheben über seinen Sieg.

Schon wenige Minuten nach dem Rennen war er beim Spielen anzutreffen: Ganz unmotorisiert fuhr er auf einem Trottinett die Strasse hoch und runter.

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