Die Leute mögen ihre Häuser bunter

Das Kreuzlinger Stadtbild bietet viel Farbe. Immer mehr Häuser haben eine farbige Fassade. Ein Teil der Ausstellung «Stiller Reichtum – Farbkultur im Thurgau pflegen und gestalten» im Museum Rosenegg zeigt die Situation an 40 Beispielen auf. Die Vernissage findet heute abend statt.

Kurt Peter
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Denkmalpflegerin Bettina Hedinger und Museumsleiterin Heidi Hofstetter stehen vor einer Farbkarte. (Bild: Kurt Peter)

Denkmalpflegerin Bettina Hedinger und Museumsleiterin Heidi Hofstetter stehen vor einer Farbkarte. (Bild: Kurt Peter)

KREUZLINGEN. Das kantonale Denkmalamt hat ein Team des Zürcher «Hauses der Farbe» beauftragt, die Farbigkeit von fünf typischen Siedlungssituationen im Thurgau zu untersuchen. Das Resultat ist in der Ausstellung «Stiller Reichtum – Farbkultur im Thurgau pflegen und gestalten» zu sehen. Ausgelöst wurde die Untersuchung durch die Tatsache, dass «Häuser immer bunter gestrichen werden und das Bedürfnis nach Buntheit besteht», wie die stellvertretende Leiterin des kantonales Amtes für Denkmalpflege, Bettina Hedinger, anlässlich der gestrigen Präsentation im Museum Rosenegg erklärte.

Diese Tatsache habe schliesslich zu Fragen, gerade im Baubewilligungsbereich, geführt. Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden auch im Band 15 der Reihe «Denkmalpflege im Thurgau» publiziert. Die Ausstellung «dient zusätzlich zur konkreten Vermittlung», wie Hedinger meinte.

Farben in allen Varianten

Handgefertigte Farbkarten im Grossformat machen die reichen Facetten der fünf untersuchten Siedlungssituationen und ihre Farbwelten sichtbar. Begleitet werden die Farbkarten von weiteren Farbmustern. Diese erklären die Beurteilung von Farbqualitäten im architektonischen Kontext. Ausserdem geben sie Hinweise zur technischen Umsetzung der Farbkarten. Hörspiele, eigens komponierte Musik und Fotografien machen die Farbkultur im Thurgau mit allen Sinnen erfahrbar.

Das Team des Museums Rosenegg hat ein eigenes Modul für die Ausstellung geschaffen. Dieses heisst «Farbiges Kreuzlingen» und zeigt 40 auffällige Bauten in der Stadt. Diese Präsentation ist eingebettet in sechs grosse Informationsfahnen zu verschiedenen Farbtheorien. Zudem stehen Experimente für grosse und kleine Besucher im Museum zur Verfügung. Zusätzlich hat Lehrerin Sabine Hui ein kunstpädagogisches Angebot für die Unter- und Mittelstufenschüler ausgearbeitet.

Zwei öffentliche Führungen

Die Ausstellung wird heute abend um 18 Uhr eröffnet und dauert bis am Sonntag, 21. Dezember. Am Mittwoch, 22. Oktober, um 18 Uhr sowie am Sonntag, 2. November, um 16 Uhr finden zwei öffentliche Führungen durch die Ausstellung statt. Diese werden von Sarah Elser vom Haus der Farbe Zürich geleitet.