Die Kniebänke bleiben so hart wie bisher

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Arbon Das Budget 2018 der Katholischen Kirchgemeinde sieht einen kleinen Vorschlag vor. Für die Tilgung der Bauschuld wird die Bausteuer weitergeführt. Mit einer Beethoven-Komposition eröffnete Dieter Hubov am Flügel die Budgetversammlung.

Vor allem für ältere Semester unbequem

Ein überraschendes Thema warf Mathias Rupper auf. Im Vergleich zu anderen Kirchen seien die Kniebänke in der Martinskirche allzu unbequem, vor allem für ­ältere Semester. Ein zweiter Befürworter von angenehmerem Knien schlug vor, die schmalen Bänke mit Polsterstreifen zu überziehen. Bei einer unverbindlichen Abstimmung, durchgeführt vom Kirchenpräsidenten, blieben die Kläger aber in der Minderheit. Pfarrer Walczak meinte: «Ich überlasse es immer den Teilnehmern der Gottesdienste, ob sie stehen, sitzen oder knien wollen.»

Sascha Bigger, zuständig für die Finanzen, orientierte über das Budget. EDV- und Telefonanlage im Sekretariat werden ausgebaut. Die liturgischen Gewänder werden teilweise ersetzt. Für das eigene Pfarrblatt fallen die Kosten weg, weil ab Januar das Kantonale Pfarrblatt die Mitteilungen der Martinspfarrei aufnimmt. Die Finanzierung erfolgt aus der Zentralsteuer. Der Steu­erfuss beträgt in Arbon 18 Prozent. Die Bausteuer von 3 Prozent wird beibehalten. Daraus werden grosse Bauaufgaben gedeckt: Innen- und Aussenrenovation der Arboner Martins- und der Roggwiler Otmarskirche, ferner die Kosten im Rothen Haus.

Sanierung des Rothen Hauses: Zwei Nachtragskredite

Ein Nachtragskredit für die Sanierung des Kellers im Rothen Haus wurde gutgeheissen. Erst beim Einbau der beiden Kleinwohnungen wurde das Ausmass der Schäden durch Wassereinbruch und Feuchtigkeit im 270 Jahre alten Keller aufgedeckt. Ein Fachmann pflegt den verwilderten Garten und richtet für die Mieter einen Sitzplatz ein. Dies bedingte einen weiteren Nachtragskredit. Diese Nachträge zum ursprünglichen Baukredit wurden von einem Kirchbürger kritisiert: Kirchenpräsident Dominik Diezi erklärte, ein anderes Vorgehen bei lediglich zwei Versammlungen im Jahr sei schwierig. Es habe Handlungsbedarf bestanden, weshalb im ersten Kreditantrag die bereits bekannten Zustände mitkalkuliert wurden. (hz)