Die Knacknuss liegt beim Stadtrat

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Kreuzlingen Kürzlich wurde bekannt, dass der Verwaltungsrat der Bodensee-Arena die Halle im Winterhalbjahr fix dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) vermieten will (unsere Zeitung berichtete). Die Rede ist von einem mehrjährigen Vertrag von 2019 bis 2027 für die Monate September bis Mai. Laut Matthias Mölleney, Verwaltungsratspräsident der Bodensee-Arena, soll dadurch mehr als eine halbe Million Franken eingenommen werden. Dies bedeutet wiederum, dass die Stadt weniger in den Betrieb der Halle einschiessen müsste. Heute fliessen jährlich bis zu einer Million Steuergelder in die Eishalle. Der Deal mit SRF würde aber auch bedeuten, dass die Halle ab September für die Eissportvereine wie den Eishockeyclub Kreuzlingen Konstanz (EHCKK), Eiskunstlaufvereine, den Curlingverein sowie den ­öffentlichen Eislauf und die Schulen gesperrt wäre.

Eissportler wehren sich

Für die Eissportler bedeutet dies, dass dann lediglich das Ausseneisfeld zur Verfügung stehen würde. Dagegen setzten sie sich letzte Woche vehement zur Wehr: Andreas Staub, Präsident des EHCKK, betonte in unserer Zeitung, dass die Zukunftspläne des 2.-Liga-Vereins sowie anderer örtlicher Eissportvereine akut bedroht sei. Auch Reto Oberhänsli, Präsident des Sportnetzes Regio Kreuzlingen, hat sich anlässlich der Generalversammlung vehement gegen den Vertrag mit SRF ausgesprochen. Seine Meinung fand grosse Zustimmung. Das Thema hat auch auf Facebook in der Gruppe «Du bisch vo Chrüzlinge, wenn . . .» eine kontroverse Diskussion ausgelöst. Der Entscheid liegt nun beim Stadtrat. Denn er vertritt die Stadt als Alleineigentümerin der Bodensee-Arena AG. (afl)