Die kleinen Usain Bolts vom Lauchetal

Beim schnellsten Lauchetaler stand der olympische Gedanke im Vordergrund – dabei sein war alles. Dennoch gab es Tränen, vereinzelt schon vor der Ziellinie.

Christoph Heer
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130 Kinder starteten zum schnellsten Lauchetaler. (Bild: Christoph Herr)

130 Kinder starteten zum schnellsten Lauchetaler. (Bild: Christoph Herr)

AFFELTRANGEN. Obwohl der kleine Gabriel die 50 Meter fast hinter sich gebracht hatte, brach er seinen Lauf ab und liess stattdessen seinen Tränen freien Lauf. Trotz seiner Leistung war er nicht zufrieden, weil ihn seine Mitsprinter auf den Bahnen nebenan etwas abhängen konnten. Doch mit dem Trost von Mami trockneten seine Tränen schnell wieder, und so konnte auch er sich über ein kleines Präsent freuen.

Für alle eine Belohnung

Zum erstenmal wurde allen Teilnehmern vom «Schnellsten Lauchetaler» ein Preis überreicht, das freute die vielen Kinder natürlich. Wegen eines Schulterbruchs, zugezogen beim Schwingen, konnte der elfjährige Pirmin Kolb nicht mitrennen. «Schade, dass ich diesmal nur zuschauen kann, dafür habe ich meinen Bruder lautstark angefeuert», sagt er. Sein Bruder Kilian hat extra trainiert für den Lauf. «Ich habe einen schnellen Lauf hingelegt, bin sehr zufrieden», meinte der sechsjährige Affeltrangener.

Die Olympiade als Ziel

Was Usain Bolt eben erst in London zelebrierte, können die Nachwuchssprinter im Lauchetal schon lange. Wie Jamie-Lee Büchi aus Zezikon: «Ich mache jedes Jahr mit. Vielleicht schaffe ich es ja auch einmal an eine Olympiade, das wäre cool.»

Der organisierende DTV Affeltrangen freute sich über 130 Teilnehmer und viele Besucher. Nach dem Rennen liess man den Abend gemütlich bei Kuchen, Hot Dogs und Getränken ausklingen.