Die Kläuse expandieren noch zaghaft ins Internet

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Kreuzlingen Als der Präsident der Klausengesellschaft die ­ 76. Jahresversammlung mit der Frage eröffnete, ob wohl die Kinder in der Zwischenzeit braver geworden seien, wussten die Versammelten, dass es ab jetzt wieder ernst gilt: Bald wird es wieder soweit sein, wenn am Sonntag, dem 3. Dezember die Samichläuse mit ihrem Bischof mit seinem neuen Gewand in die Stadt einziehen und die Tage der Haus­besuche beginnen werden.

Samichlaus war bei fast 300 Familien zu Besuch

In der Rückschau führte der Präsident auf, dass letztes Jahr 284 Familien besucht worden seien, an 144 Türen der 80-Jährigen geklopft wurde und deren 94 auch wirklich mit dem Überraschungsbesuch erreicht wurden. So erfreulich die Nachwuchsperspektiven auch sind, so mussten die Anwesenden andererseits ihrer vier im vergangenen Jahr verstorbenen hochverdienten Kollegen gedenken: Alois Bürgi nach ­ 33 Jahren, Josef Möckel nach 47 Jahren, Adolf Stofer nach ­55 und Linus Rattin nach 21 Jahren Mitgliedschaft. Die 40jährige Mitgliedschaft im Verein durften Dölf Merk und Jörg Buob im Sommer anlässlich des Familien­anlasses feiern. Der Kassier erfreute die Versammlung mit einem positiven Rechnungsabschluss, der sich durch Spenden und durch den Fleiss der Bettelkläuse und mit weniger Aufwand beim Wareneinkauf begründen liess. Mehr zu reden gab der Antrag, für die Klausengesellschaft eine Website einrichten zu lassen. Dieses moderne Informationselement scheint aber noch nicht so richtig auf fruchtbaren Boden zu fallen. Dennoch, die anwesenden Jungkläuse werden in die Hände spucken und sich der Sache annehmen. Zum Abschluss der Versammlung folgte die traditionelle Metzgete. (red)