Die Kerze leuchtet den Gästen bis im April

Im Herzen von Bischofszell hat für einige Monate die Bar und Cantina La Candela eröffnet. Das Angebot stiess bei der Eröffnung auf grosses Interesse. Der Start in das Winterprojekt ist geglückt.

Thomas Riesen
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Bischofszell Den Weg zum gut versteckten Eingang weisen beim Bogenturm ein Schild und eine grosse Kerze. Auch die Treppe hinab in den Museumsgarten ist mit Kerzen beleuchtet. Die grüne Tür steht offen, im Gang stehen wieder Kerzen und aus den Boxen klingt der Oldie «Susie Q» der Band Creedence Clearwater Revival. Auch in der Bar dominieren Kerzen das Bild: auf der Bar, an Tischen, in Nischen.

Kerzenlicht, Kerzenlicht

Das ist kein Zufall, denn «La Candela» heisst übersetzt «Die Kerze». Und so sind diese die einzige Form der Beleuchtung. Selbst der Kronleuchter an der Decke ist mit Kerzen bestückt. Es ist auch sonst kein alltäglicher Raum, mit Steinboden und Deckengewölbe. Hinter der Bar sind drei Männer fleissig am Werk. Sie feilen an den letzten Details, bevor die Gäste kommen. Sitzplätze gibt es für etwa 30 von ihnen, der Rest wird später stehen müssen. Auf der Karte stehen, neben drei Biersorten und sieben Weinen, vor allem Long Drinks.

Barbetrieb bis April

Kurz vor neun Uhr sind fast alle Sitzplätze besetzt. «Das zeigt doch, wie sehr unser Angebot ein Bedürfnis ist», sagt Christian «Chrigel» Grob, der die Idee zusammen mit seinem Partner Paolo Romegioli umgesetzt hat und dabei von Claudio Nicoli unterstützt wird. «Für unsere Altersgruppe ist in Bischofszell wenig los», sagt er und erläutert: «Unsere Zielgruppe sind Gäste ab 25 Jahren. Sie sollen nicht immer das Auto benutzen müssen.» Allerdings gilt dieses Angebot nur für einige Monate. Der Betrieb ist bis April vorgesehen. Den Raum kannten Grob und Romegioli bereits und deshalb mussten sie nicht lange überlegen, als er frei wurde. Rechtlich gesehen ist es eine Besenbeiz, für die bei der Stadt ein Patent eingeholt werden musste.

Nichtraucher-Bar begrüsst

Doch wie kommt «La Candela» bei den Gästen an? Mario Buffon und Sarah Vögeli, sie stammen ebenfalls aus Bischofszell, sind begeistert. «Das Angebot tut der Stadt gut, wir waren nicht das letzte Mal hier», sagen sie und sie fügt hinzu: «Ich finde vor allem gut, dass es eine Nichtraucher-Bar ist.» Das findet ebenfalls Roger Widmer aus Horn, der sicher auch wiederkommen wird.

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