Die Jüngsten der Alten

Kapp hundert frisch pensionierte Romanshorner trafen sich an der Jungpensioniertenfeier zum Gespräch.

Markus Bösch
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ROMANSHORN. Mit dem Schritt in die Pensionierung wird vielen Menschen ihr Alter bewusst: «Trotzdem ist das Älterwerden bei weitem nicht nur negativ. Im Gegenteil: Zwischen 50 und 80 Jahren ist das Potenzial am grössten. Das macht die Mischung von Leidenschaft, Erfahrung und Weisheit aus», sagte Stadträtin Käthi Zürcher an der Jungpensioniertenfeier von vergangener Woche im «Brüggli».

Ausdruck der Wertschätzung

131 Frauen und Männer waren eingeladen worden, 95 trafen sich zum Essen und Gespräch. Einen eigentlichen Event wie etwa bei der Jungbürgerfeier gibt es nicht mehr. Die Leute geniessen vor allem das gesellige Zusammensein. «Sie schätzen dies unter anderem darum, weil sie die Möglichkeit haben zu schauen, wer ebenfalls seinen dritten Lebensabschnitt beginnt», sagte Käthi Zürcher.

Da könne man sein soziales Netz erneuern oder weiter aufbauen. Aus ihrer Sicht sei diese Feier Ausdruck der Wertschätzung: «Viele der Anwesenden haben während Jahrzehnten in Romanshorn gelebt und gearbeitet, haben sich für diesen Ort engagiert. Und sie tun es heute noch oder vielleicht wieder.» Zahlreiche Frauen und Männer würden in vielen Bereichen Freiwilligenarbeit leisten, auf die jedes Gemeinwesen angewiesen sei, wie die für Altersarbeit und Altersfragen zuständige Stadträtin weiter sagte.

Eine Feier mit Musik

Was zu einer solchen Feier immer dazu gehört, ist Musik: Jedes Jahr sind verschiedene Gruppen und Vereine involviert. Diesmal war Jugendlichkeit gefragt: Das Bläserensemble Notenfresser unter der Leitung von Roger Ender und eine Querflötenklasse von Arianne Zec der Romanshorner Musikschule umrahmten den Abend.