Die Handygeneration mag Brettspiele

Seit März 2013 ist der Jugendtreff Common im Untergeschoss des Auholzsaals untergebracht. Am Tag der offenen Tür wird der Bevölkerung ein Einblick gewährt.

Ramona Riedener
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Billardspielen im Sulger Jugendtreff. (Bild: Ramona Riedener)

Billardspielen im Sulger Jugendtreff. (Bild: Ramona Riedener)

Traditionsgemäss öffnet der Jugendtreff des Vereins Offene Jugendarbeit Sulgen-Kradolf-Schönenberg im Herbst seine Türen für die Öffentlichkeit. So war es auch am vergangenen Samstag. Die Räume an der Kapellenstrasse 10 bieten Jugendlichen zwischen elf und 18 Jahren die Möglichkeit, sich mit Gleichaltrigen zu treffen und gemeinsam die Freizeit zu verbringen.

Das abwechslungsreiche Angebot reicht von regelmässigen Öffnungszeiten über monatliche Treffs bis hin zu Kursen, Turnieren und diversen Aktivitäten ausserhalb des Jugendtreffs. Am Mittwochnachmittag und am Freitagabend ist das Lokal jeweils für die Mädchen und Jungen der Oberstufe geöffnet. Der Donnerstagnachmittag ist für die Elf- bis Zwölfjährigen reserviert.

Sehr beliebt ist der monatliche Mädchentreff, an dem die Girls unter sich sind für Gespräche, zum Musikhören, Backen, Kochen, Schminken oder einfach Chillen. Für Sportfans gibt es zweimal im Monat den Event Midnight-Sport. 2300 Jugendliche nutzten letztes Jahr die Angebote der Offenen Jugendarbeit.

Präsenz in der Öffentlichkeit ist wichtig

Ein kompetentes Team sorgt nicht nur im Jugendtreff für ein vielfältiges Angebot, sondern auch in der Öffentlichkeit für Präsenz und Vernetzung. Seit zwölf Jahren mit dabei sind Anita Tschannen und Mustafa Saliu. Zusammen mit Barbara Holzer, die seit 2013 im Team ist, und Praktikant Stefan Grossenbacher sind sie bestrebt, den Jugendlichen ein spannendes und kreatives Umfeld zu bieten. Finanziell getragen wird der Verein Offene Jugendarbeit von den Politischen Gemeinden Sulgen und Kradolf-Schönenberg sowie den Schul- und Kirchgemeinden. Den Vorstand präsentiert die Sulger Gemeinderätin Michèle Artho.

Im Zeitalter der Smartphones und Computer hat sich die Jugendarbeit verändert. Eine Herausforderung für das Leitungsteam besteht darin, die Jugendlichen für gemeinsame Freizeitaktivitäten und Spiele zu motivieren. So entdecken die jungen Leute, dass ein Brett- oder Würfelspiel am grossen Holztisch auch seinen Reiz hat und Billard mit Freunden kurzfristig vergessen lässt, dass es im Jugendtreff keinen WLAN-Empfang mehr gibt. «Wir mussten den Zugangscode ändern, weil wir gemerkt haben, dass es unverantwortlich ist, wenn Jugendliche ungefiltert Zugriff ins Internet haben», sagt Anita Tschannen.