Die grösste Investition der Frifag

Der Geflügelverarbeiter Frifag AG in Märwil baut aus und investiert mehrere Millionen Franken in eine neue Anlage. Künftig erkalten die Poulets während einer kilometerlangen Fahrt durch den Kühlraum.

Mario Testa
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Geschäftsleiter Andi Schmal zeigt das Haken-Band im Kühlraum. (Bild: Mario Testa)

Geschäftsleiter Andi Schmal zeigt das Haken-Band im Kühlraum. (Bild: Mario Testa)

MÄRWIL. 17 000 blaue Haken montieren die Techniker in diesen Tagen an eine lange Kette im Keller der Frifag AG in Märwil. Auf jedem dieser Haken wird künftig ein geschlachtetes Huhn eine rund vierstündige Fahrt durch die Kellergewölbe des Industriegebäudes unternehmen. «Im Schlachthof haben wir in den letzten Jahren die Kapazität erweitert, nun folgt als nächste Station in der Kette die Kühlung», sagt Andi Schmal, Geschäftsleiter der Frifag AG. «Bis anhin mussten wir die Poulets nach dem Schlachten von den Haken nehmen und dann in den Kühlraum bringen. Nun schliessen wir diese Lücke in der automatisierten Verarbeitung.»

Im Keller fällt es nicht so auf

Einen mittleren einstelligen Millionenbetrag investiert Schmal in die neue Anlage. «Es ist das grösste Projekt der Frifag überhaupt – aber weil es im Keller gebaut wird, fällt es nicht so auf.» Seit November laufen diese Umbauarbeiten.

«Die neue Kühlbahn ist etwa 2,5 Kilometer lang», erklärt Projektleiter Bruno Nussli. «Über unzählige Schlaufen und auf mehreren Ebenen läuft das Band durch den Kühlraum, der sich über zwei Drittel der gesamten Gebäudelänge erstreckt. «Die ganze Anlage muss natürlich auch den Vorgaben für die Lebensmittelverarbeitung entsprechen. Anfang Mai stellen wir dann innert drei Tagen auf das neue System um.»

30 Tonnen Poulet pro Tag

Trotz der zusätzlichen Automatisierung der Geflügelverarbeitung fallen bei der Frifag keine Arbeitsplätze weg. «Wir stellen weiterhin Mitarbeitende ein. Mit zunehmender Kapazität steigt auch der Personalbedarf in der Endverarbeitung», sagt Schmal. Die über 250 Mitarbeitenden der Frifag AG verarbeiteten im vergangenen Jahr 1300 Tonnen Truten und 11 400 Tonnen Poulet. «Letztes Jahr haben wir erstmals die 10-Millionen-Kilo-Grenze überschritten.»

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