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«Die Gesellschaft ist ein Regenbogen»

Drei gute Gründe zum Feiern hatte die moslemische Gemeinde Kreuzlingens am Sonntag: Das 20-Jahr-Jubiläum der albanischen Moschee, die Woche der Religionen und das Islamische Neujahr. Ein Rundgang durch das Gotteshaus bildete den Auftakt.
Hana Mauder Wick
Gruppenbild auf Socken: Rehan Neziri, Stadtammann Andreas Netzle, Imam Bekam Alimi und Schulpräsident Jürg Schenkel. (Bild: Hana Mauder Wick)

Gruppenbild auf Socken: Rehan Neziri, Stadtammann Andreas Netzle, Imam Bekam Alimi und Schulpräsident Jürg Schenkel. (Bild: Hana Mauder Wick)

KREUZLINGEN. Rund 80 Schülerinnen und Schüler lernen hier im Religionsraum die Gebete und die Prinzipien des Islams. Rehan Neziri führte die Besucher durch die albanische Moschee an der Romanshornerstrasse 16. Der Imam der Albanisch-Islamischen Gemeinschaft «Hëna e re» erklärte: «Der Unterricht beginnt in der Pubertät und ist freiwillig», Die Gäste nutzten am Sonntag zum 20-Jahr-Jubiläum der albanischen Moschee in Kreuzlingen die Gelegenheit für eine Fragerunde. Derweil hatte sich eine lange Reihe von offiziellen Gratulanten im Gebetsraum eingefunden.

Bis zum letzten Winkel

«Wir haben drei Gründe zum Feiern: Das 20-Jahr-Jubiläum unserer Mosche, die Woche der Religionen und das Islamische Neujahr», sagte der seit elf Jahren tätige Imam. Sein Wiler Kollege Imam Bekim Alimi erläuterte die Funktion und die architektonischen Besonderheiten einer Moschee. So erfuhren die Besucher, dass in früheren Zeiten in grossräumig dimensionierten Moscheen mit Wasser gefüllte Kanäle die Stimme des Vorbeters bis in die letzten Winkel der Räume transportierten.

Der Kreuzlinger Stadtammann Andreas Netzle überbrachte die Grüsse des Stadtrats. Er erinnerte an den Umzug der Gebetsräumlichkeiten 2008 an die Romanshornerstrasse. Er schnitt positive und schwierigere politische Entwicklungen im Zusammenhang mit dem islamischen Glauben in der Schweiz an. Netzle betonte die Wichtigkeit, kulturelle Werte in seiner neuen Heimat zu bewahren. «Genauso notwendig ist es auch, sich auf seine neue Heimat einzulassen.» Der Austausch von Präsenten, der feierliche Gesang des Imams der Türkisch-Islamischen Gemeinschaft Erdogan Er und zahlreiche Ansprachen begleiteten den Festakt.

Von Dialog und Akzeptanz

Um nur einige Redner zu nennen: Hëna e re-Präsident Fajredin Dzaferi fasste Eckdaten und Ereignisse der letzten zwei Jahrzehnte in Worte und setzte den Fokus auf Begriffe wie Toleranz und Akzeptanz. Susanne Dschulnigg, Präsidentin der Evangelischen Kirchengemeinde und Koordinatorin des runden Tisches der Religionen in Kreuzlingen, erklärte anhand von Zahlenbeispielen die Entwicklung der Islamischen Gemeinden. «Die Woche der Religionen ist wichtig, um in einen Dialog zu treten.» Zeljka Blank-Antakli von der Regionalen Fachstelle für Integration, lobte: «Es ist ein sehr offenes Haus.» Der katholische Religionslehrer Bruno Schwaller sprach zu den Gästen über die aktuelle Bedeutung der Interreligiösität.

Wir haben verschiedene Farben

Zum Abschluss hielt Imam Bekim Alimi fest: «Gott wollte, das wir verschiedene Farben haben.» Den Besuchern gab er mit auf den Weg: «Jesus war Jude. Unsere Zahlen sind arabisch, die Pizza italienisch, der Urlaub türkisch… und unser Nachbar moslemisch. Die Gesellschaft ist längst ein bunter Regenbogen.»

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