Die geplanten Neuerungen überzeugen nicht alle

Die Volksschulgemeinde Bürglen plant ein neues Schulmodell. Am Informationsabend der CVP meldeten sich vor allem Kritiker.

Brenda Zuckschwerdt
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BÜRGLEN. Schulpräsident Rolf Gmünder begann mit einer Entschuldigung. Er habe festgestellt, dass das Vorgehen der Volksschule Bürglen bei manchen Eltern nicht gut angekommen sei. Das sei nie die Absicht gewesen. «Wir wollen etwas Gutes in die Wege leiten.» Er bedauerte aber auch, dass manche Eltern ihre Meinung offenbar schon gemacht haben, noch bevor sie umfassend informiert worden seien.

Langsam angehen

Mit dem Entscheid der Volksschule für das neue Schulmodell 4+4 sei erst der Rahmen gesetzt. «Das Bild müssen jetzt die Lehrpersonen erstellen.» Simulieren lasse sich das System nicht. Man werde es aber langsam angehen und im August 2012 erst einmal mit der 3. bis 6. Klasse starten. «Im Kindergarten werden wir uns noch Zeit lassen.» Es werde aber auch in der Mittelstufe nicht in der ersten Woche gleich alles anders sein. Kritiker lud Gmünder ein: «Besuchen Sie einfach einmal eine Lektion in der Primarstufe.»

Vier Klassen sind zu viel

Anschliessend stellte er sich den zahlreichen Fragen der rund 60 Zuhörer. Heftig diskutiert wurde, wie sinnvoll es ist, vier Jahrgänge in einem Unterricht zusammenzufassen. «Grössere Kinder wollen nicht mit Kleineren zusammen sein», sagte eine Mutter. Davon würden höchstens die Kleinen profitieren, die Grossen jedoch nicht.

Auch den Umbau hinterfragt

Kritische Fragen gab es an diesem Abend auch zur Notwendigkeit eines Umbaus im Zeltli-Schulhaus. «Ohne Umbau funktioniert das neue System nicht», sagte Gmünder. Beim Umbau gehe es aber nur um Änderungen im Innenbereich.