Die Genossen laden zum Jubiläumsfest

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Wenn Fritz Streuli im Gemeindeparlament spricht, hören die Leute zu, wie die Gemeinderäte Walter Strupler und Hans Eschenmoser. (Bild: Mario Testa (Weinfelden, 15. September 2016))

Wenn Fritz Streuli im Gemeindeparlament spricht, hören die Leute zu, wie die Gemeinderäte Walter Strupler und Hans Eschenmoser. (Bild: Mario Testa (Weinfelden, 15. September 2016))

Weinfelden Die Zäsur im Vorstand der SP geht einher mit dem 100-Jahr-Jubiläum, das die Weinfelder Genossen heuer feiern können. Die Ortspartei will dieses Ereignis mit öffentlichen Anlässen begehen, unter anderem mit einem Dorfrundgang mit dem Bürgerarchivar Franz Xaver Isenring am Samstag, 13. Mai, und dem grossen Jubiläumsfest am Samstag, 2. September, auf dem Marktplatz. Die SP kann auf eine interessante Geschichte zurückblicken. 1946, als das ­Gemeindeparlament eingeführt wurde, hatten die Sozialdemokraten sechs von 21 Sitzen, gefolgt von sechs Freisinnigen, zwei Christlichsozialen, zwei Katholischkonservativen, drei Gewerblern, einem Landwirtschaftsvertreter und einem Vertreter der Partei der Arbeit (PdA). Bei den Wahlen 1967 und 1971 stellte die SP mit sieben Sitzen die Mehrheit. Erst das Jahr 1983, als das Parlament auf 30 Sitze aufgestockt wurde, brachte einen deutlichen Zuwachs für die CVP und die FDP. Heute politisieren im Parlament drei Männer für die SP: Adrian Caramaschi, Hanspeter Hagen und Fritz Streuli. Die SP kämpfte nicht nur um Sitze im Parlament, als ernst zu nehmende politische Kraft erhob sie auch mehr als einmal Anspruch auf das Amt des Gemeindeammanns. 1975 zum Beispiel, als Gemeindeammann Arthur Haffter in den Regierungsrat gewählt wurde. Um seine Nachfolge bewarben sich der Freisinnige Al­fred Diethelm aus Bischofszell und der einheimische Sozialdemokrat Walter Mästinger.

Nach einem intensiv geführten Wahlkampf erreichte in der ersten Ausmarchung keiner der beiden Kandidaten das absolute Mehr von 1370 Stimmen. Diethelm erhielt 1335 Stimmen, Mästinger zwei Stimmen mehr. Im zweiten Wahlgang erhielt Diethelm 1416 Stimmen und war damit gewählt. Mästinger erhielt 964 Stimmen, obschon er zum zweiten Wahlgang gar nicht mehr angetreten war. Gemeindeparlamentarier Fritz Streuli ist überzeugt, dass die SP auch heute noch von den politisch interessierten Kreisen im Dorf gut wahrgenommen wird, sei es bei Veranstaltungen, bei Wahlen oder im Zusammenhang mit den Berichterstattungen der «Thurgauer Zeitung» aus dem Weinfelder Gemeindeparlament. (es.)