Die Gemeinde Hefenhofen sucht das Gespräch mit den Bürgern

Soll Hefenhofen die Fusion mit Amriswil prüfen? Oder ein neues Gemeindehaus planen? Diese und andere Fragen stellt der Gemeinderat den Stimmberechtigten.

Rita Kohn
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Gemeindeschreiber Hanns Wipf mit den vorbereiteten Fragebogen. (Bild: Rita Kohn)

Gemeindeschreiber Hanns Wipf mit den vorbereiteten Fragebogen. (Bild: Rita Kohn)

Hefenhofen. Selbständigkeit oder Anschluss an Amriswil? Die Hefenhofer Stimmberechtigten sind dazu eingeladen, ihre Meinung zu äussern. Hintergrund des Fragebogens, der in den nächsten Tagen allen 839 Stimmberechtigten zugestellt wird, ist das Nein der Gemeindeversammlung zum Neubau Gemeindehaus. «Wir gingen nach der Ablehnung über die Bücher, sind aber nicht zu einem eindeutigen Schluss gekommen, weshalb es ein Nein gegeben hat», sagt Gemeindeammann Priska Schwarz.

In verschiedenen Gesprächen seien keine eindeutigen Ablehnungsgründe zutage getreten. «Um aber die nächsten Schritte einleiten zu können, müssen wir wissen, wohin uns der Weg führen soll.»

Austausch fördern

Um klarer zu sehen, was denn genau von Seiten der Stimmberechtigten gewünscht wird, müssten die anstehenden Punkte offen diskutiert werden. «Wenn eine Mehrheit kein Gemeindehaus möchte, weil sie einen Anschluss an Amriswil vorzieht, müssen wir das Thema Gemeindehaus anders angehen», stellt Priska Schwarz klar. Denn dass es in Sachen Gemeindehaus nun dringend einer Lösung bedarf, liegt auf der Hand.

«Wir stossen überall an unsere Grenzen», sagt auch Gemeindeschreiber Hanns Wipf. Im heutigen Gemeindehaus sei der Archivraum erschöpft. Auch in anderen Bereichen seien die Angestellten der Gemeinde belastenden Situationen ausgesetzt. «Solange wir davon ausgehen konnten, dass es sich nur noch um eine Übergangszeit handelt, haben wir versucht, mit der Situation klarzukommen.» Nun zeichne sich aber eine längere Frist ab, bis es zu einer endgültigen Lösung komme, weshalb eine provisorische Lösung ins Auge gefasst werden müsse. Bevor aber etwas unternommen werde, müsse man wissen, von welchem Zeitraum die Rede sei.

Tendenz erkennen

Priska Schwarz macht deutlich, dass es jetzt nicht um eine Art Konsultativabstimmung über den Gemeindehausbau oder die Fusion mit Amriswil gehe. «Wir wollen eine Tendenz erkennen, wissen, was die Stimmberechtigten möchten.» Um ein möglichst genaues Bild zu bekommen, schlage man deshalb auch den Weg über den Fragebogen ein. «Es sollen alle mitreden können.»

Bringe die Umfrage ein klares Ergebnis, werde der Gemeinderat das favorisierte Thema prioritär behandeln. Sollten es also vornehmlich das Flachdach oder die Form des geplanten Gemeindehauses gewesen sein, die zur Ablehnung führten, werde man sich überlegen müssen, ein modifiziertes Projekt vorzulegen. Sind es finanzielle Überlegungen, wird die Gemeinde über die Bücher gehen müssen. War der Ablehnungsgrund aber vornehmlich die Meinung, es brauche angesichts einer möglichen Fusion mit Amriswil gar kein neues Gemeindehaus, werde man diese Richtung verfolgen.

Ergebnis an Versammlung

Bis zum 6. Mai haben die Stimmberechtigten die Möglichkeit, den Fragebogen auszufüllen und einzusenden. An der Gemeindeversammlung vom 19. Mai soll dann darüber informiert werden, welche Tendenz man aus den ausgefüllten Fragebogen herauslesen konnte. An einem runden Tisch im Juni soll das weitere Vorgehen diskutiert werden.