Die Gelder fliessen reichlich

Die Steuerquelle sprudelt auch in Tägerwilen. Die Rechnung 2010 schliesst mit einem Gewinn von 672 000 Franken. Das Budget sah jedoch Defizite in der Höhe von 250 000 Franken vor.

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Tägerwilen. «Landverkäufe und Steuererträge sind die Basis dieses guten Resultates.» Das sagte der zuständige Gemeinderat Jörg Sinniger. Das budgetierte Steuersoll sei um 13 Prozent übertroffen worden.

Nach der Krise gewinnen die Firmen 2009 wieder an Fahrt, was wesentlich zum guten Resultat beiträgt. Gegenüber dem Budget sei bei den Gemeindesteuern ein plus von 428 000 Franken zu verzeichnen, sagt Sinniger. Zum Rechnungsüberschuss hat auch der Verkauf von zwei Landparzellen geführt. Der Gewinn: 300 000 Franken.

Der Gemeinderat schlägt den Stimmberechtigten vor, 300 000 Franken für zusätzliche Abschreibungen bei den Gemeindestrassen, 300 000 Franken zur Vorfinanzierung der Badeanlage Zellersguet und 72 000 Franken als Einlage in das Eigenkapital zu verwenden.

Deutlich weniger investiert

Auf der Kostenseite hat der Sozialbereich sein Budget eingehalten. Anders die Infrastruktur. Beim Strassenunterhalt sind Mehrkosten von 150 000 Franken entstanden. Diese würden teilweise durch den Verzicht von geplanten Gewässerschutzmassnahmen kompensiert werden, sagt Sinniger. Die geplanten Investitionen sind deutlich unter den budgetierten 682 000 Franken geblieben. Dies deshalb, weil durch diverse Gebühren, zum Beispiel durch Baubewilligungen, wieder einiges an Geld zurückfloss. So blieben am Schluss Nettoinvestitionen von 175 000 Franken, anstelle der 682 000 Franken.

Als Folge des hohen Mittelzuflusses in Kombination mit tiefen Investitionsausgaben ergibt sich ein Überschuss von 885 000 Franken. Das Nettovermögen der Gemeinde erhöhe sich dadurch auf fast 2,2 Millionen, so Sinniger.

Werke mit Gewinn

Das Wasserwerk schliesst mit einem kleinen Gewinn von 26 500 Franken. Die Nettoinvestitionen betrugen 55 800 Franken. Das Eigenkapital des Wasserwerks lag Ende 2010 bei 800 000 Franken.

Die Rechnung des Elektrizitätswerkes schliesst mit einem Gewinn von 38 000 Franken. Die Nettoinvestitionen lagen bei 223 000 Franken, das Eigenkapital beläuft sich auf knapp 3 Millionen Franken. Einen deutlichen Verlust von 17 500 Franken musste der Wärmeverbund hinnehmen. (kp)