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Die Geburt Jesu als Musical

An Heiligabend führten Laienschauspieler, Musiker, Sänger des Chors Thurklang und Jugendliche aus der Gemeinde «Bring mich nach Bethlehem» auf. Über 200 Zuschauer kamen in die kleine Kirche.
Rudolf Steiner
Eine Szene aus dem diesjährigen Bürgler Weihnachtsspiel. (Bild: Rudolf Steiner)

Eine Szene aus dem diesjährigen Bürgler Weihnachtsspiel. (Bild: Rudolf Steiner)

Rudolf Steiner

weinfelden

@thurgauerzeitung.ch

Es war schon immer eines seiner wichtigsten Anliegen. Der evangelische Pfarrer von Bürglen Sebastian Zebe möchte die jungen und älteren Kirchbürger aus allen Gesellschaftsschichten zusammenbringen. Mindestens zweimal jährlich – am Chilefäscht und am Weihnachtsgottesdienst – sollten sie in der heimeligen Kirche in Bürglen gemeinsamen feiern. Sebastian Zebe, der seine Pfarrstelle in Bürglen am 1. Februar 2012 mit dem Ziel angetreten hatte, hier Spuren zu hinterlassen, wird die Mittelthurgauer Kirchgemeinde aus persönlichen Gründen auf Ende April 2018 Richtung Meilen am Zürichsee verlassen. Der diesjährige Gottesdienst zu Heiligabend war also auch sein letzter Weihnachtsgottesdienst.

Heiliger Abend als Gemeinschaftsprojekt

Und da war es für den Pfarrer natürlich selbstverständlich, diesen speziellen Gottesdienst an Heiligabend wiederum als Gemeinschaftsprojekt zu gestalten. Kirchbürger aus allen Generationen sollen gemeinsam feiern. Aus diesem Grund hat Zebe das traditionelle weihnachtliche Krippenspiel als Musical «Bring mich nach Bethlehem» textlich und inhaltlich humorvoll und nicht ganz unkritisch in mehreren Passagen der heutigen Zeit angepasst. Zusammen mit dem mit ihm befreundeten deutschen Kirchenmusiker und Komponisten Andreas Müksch schrieb er das Drehbuch für das diesjährige Bürgler Weihnachtsspiel. Müksch war es auch, der für die Auswahl der teils wenig bekannten Weihnachtslieder, wie etwa «Wunder geschehn», «Unterwegs nach Bethlehem», «Eine Stadt liegt in den Bergen», «Gott weiss den Weg», «Fürchtet euch nicht», «Das Wunder», «Ich spür sein Angesicht» oder «An der Krippe» - verantwortlich war. Bei «Bring mich nach Bethlehem» wirkten und gestalteten Jugendliche und Konfirmanden aus der Kirchgemeinde, Schauspieler, Musiker und Sänger des Chors «Thur­klang» unter der Leitung von Thomas Schramm mit.

Herodes, Engel und Kräuterfrauen bei Maria

So thematisiert etwa Jessica Schmidt als Maria die Partnerschaft mit dem unwilligen Joseph (Dominic Grob), als sie sagt: «In einer Partnerschaft gibt es kein Du oder Ich, sondern nur noch das Wir.» Und Joseph mockiert sich über den Zustand, dass Maria für alle Welt sichtbar ein Kind unter dem Herzen trägt, das von einem anderen ist! Und als ihm darauf Maria erklärt, dass ihr eines Nachts ein Engel gesagt habe, dass sie schwanger werde, will Joseph ganz realistisch den Vornamen dieses Engels wissen, weil er gern wissen würde, wer der Vater des Kindes sei, und darauf auf der Bühne ein Appenzeller «Quöllfrisch» trinkt. Mit dem Schutz des von König Herodes (Robin Bucher), der sich unerkannt unters Volk gemischt hat, geschenkten Mantels und mit der Unterstützung von zwei Kräuterfrauen wird dann auf der Suche nach einem Stall auf dem Weg nach Bethlehem umgeben von Engeln und ungläubigen Hirten das Jesuskindlein geboren und in die Krippe gebettet. Zum Abschluss dieses etwas ungewöhnlichen, zeitgenössischen Krippenspiels singen alle vereint das Lied «Stille Nacht, heilige Nacht».

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