Die Frauen schreien seinen Namen

AMRISWIL. Der deutsche Rapper Kay One hat am Samstag im Basement Amriswil eingeheizt. Freund Patrick Miller gab vor 300 Gästen spontan ebenfalls seine Gesangskünste zum besten, und zusammen sorgten sie für eine einzigartige Show.

Sara Carracedo
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Rapper Patrick Miller singt mit Rapper Kay One spontan eine Nummer. (Bild: Sara Carracedo)

Rapper Patrick Miller singt mit Rapper Kay One spontan eine Nummer. (Bild: Sara Carracedo)

Die Gäste stehen eng beieinander an vorderster Front und schauen gespannt zur Türe neben dem VIP-Bereich. Doch der Rapper lässt nicht lange auf sich warten und stürmt mit Mikrophon ausgerüstet die Bühne, gefolgt von seiner Crew und der Security. Die jungen Frauen vor der Bühne schreien alle im Chor seinen Namen und auch die Jungs strecken ihm die Hände entgegen. Kay One, der deutsche Rapper, ist zum erstenmal in Amriswil und bereits völlig begeistert von der grandiosen Stimmung. Kurzerhand belohnt er das junge Publikum mit Freigetränken und übergibt diese eigenhändig. Doch bei der einen spontanen Aktion soll es an diesem Abend nicht bleiben.

Freestyle mit Patrick Miller

Im Publikum hat sich Freund Patrick Miller, der ebenfalls im Musikbusiness mitmischt, versteckt. Als Kay One ihn entdeckt, wird er sofort auf die Bühne gerufen und zusammen lieferten sie dem Publikum ein unerwartetes Konzert. Das Duo rappte Freestyle zu Latin-Amerikanischen Beats. Für Miller war es Ehrensache, mit Kay One spontan zu rappen: «Kay One hat mich einfach auf die Bühne geholt, ich konnte natürlich nicht absagen, aber ich bin immer für solche Aktionen zu haben.»

Dem Publikum hat es eindeutig gefallen und auch Besucherin Marion Felber war begeistert: «Niemand hat damit gerechnet, doch die Überraschung ist eindeutig gelungen. Es war genial.»

Auftritt dank Kooperation

Auch die anderen Gäste sind nur aufgrund des deutschen Rappers gekommen und freuten sich über den Auftritt in der Ostschweiz. Denn normalerweise steht Kay One vielmehr in Zürich oder in St. Gallen vor über 2000 Fans auf der Bühne. Die Feier im kleineren Rahmen ist für ihn jedoch genauso spannend: «Dieser Auftritt ist sehr heimisch für mich, denn ich bin in der Bodenseeregion aufgewachsen und habe daher viele Freunde aus dieser Gegend. Als ich die Anfrage von Basement erhielt, stand für mich sofort fest, dass ich zusagen werde.»

Rund 300 Besucher tanzten zu den Beats von DJ Real und freuten sich über den Auftritt von Kay One. Der gewünschte Ansturm blieb aber gemäss Engjel Gjioni aus: «Wir haben uns mehr Gäste erhofft, sind aber dennoch glücklich über den gelungenen Abend». Remo Pingiotti ist der Meinung, alles menschenmögliche gemacht zu haben. Obwohl sich Kay One andere Dimensionen gewohnt ist, bucht er den Abend als Erfolg ab: «Der Club war zwar nicht voll, doch die Leute haben krass mitgemacht und so macht es richtig Spass.»

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