Die Fotomesse im neuen Kleid

Am Wochenende lud der Fotoclub Weinfelden zu den ersten «Photo Days» ein. Im Thurgauerhof präsentierten rund 80 Händler aus ganz Europa ihr Angebot.

Monika Wick
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Im «Thurgauerhof»-Saal bieten die vielen Händler neue und gebrauchte Fotoprodukte zum Verkauf an. (Bild: Monika Wick)

Im «Thurgauerhof»-Saal bieten die vielen Händler neue und gebrauchte Fotoprodukte zum Verkauf an. (Bild: Monika Wick)

WEINFELDEN. Dass einer einzelnen Erdbeere derart viel Beachtung geschenkt wird, ist wohl eher die Ausnahme. Dieses Exemplar aber, das befestigt an einem Holzspiess in einem Wasserglas schwamm, dürfte sich an den Weinfelder «Photo Days» wie ein berühmter Filmstar gefühlt haben. Es wurde umringt von Fotografen, die versuchten, die süsse Frucht, um die sich unzählige kleine Luftbläschen gebildet haben, perfekt in Szene zu setzen. Das Motiv scheint ideal zu sein, um die angebotenen Kameras oder Objektive auf ihre Tauglichkeit zu testen – Gerätschaften, die kurz zuvor an einem der vielen Stände im Thurgauerhof den Besitzer gewechselt haben.

Neuheit zum Clubjubiläum

Seit 29 Jahren bietet der Fotoclub Weinfelden Interessierten die Gelegenheit, ihre Ausrüstung am Fotoflohmarkt zu erweitern, zu erneuern oder zu verkaufen. «Zum 30jährigen Jubiläum haben wir den Namen unseres Flohmarktes auf <Photo Days> geändert», erklärt Andreas Spielmann, Präsident des Fotoclubs Weinfelden. «Ausserdem bieten wir jetzt ein Rahmenprogramm an.» Für ein Fazit zur neuen zweitägigen Messe ist es laut Andreas Spielmann noch zu früh: «Wir müssen erst die Feedbacks nach der Messe abwarten.»

Früher war Fotografieren teuer

Den Grundstein zum Fotoflohmarkt legte vor dreissig Jahren Milan Krebs. «Es ist ein gutes Gefühl zu sehen, dass es auch ohne mich weiterläuft», sagt der Weinfelder, der vor zwei Jahren die Organisation an die Jüngeren weitergab. «Die grösste Veränderung der letzten Jahrzehnte lag im Wechsel von der analogen zur digitalen Fotografie. Dadurch sind die Kosten für Kameras auf einen Viertel gesunken», stellt er fest. «Die analogen Apparate stossen bei Jüngeren aber wieder vermehrt auf Interesse.»

Viele Referate und Live-Foto-Shootings runden das Programm ab. Die Firma Canon nützt die «Photo Days» gar zur erstmaligen Präsentation einer neuen Kamera in der Schweiz.