Die Folgen der Raserei

Der Gemeinderat von Hauptwil-Gottshaus hat seine Jungbürger zum Besuch des Autobahnstützpunktes in Oberbüren eingeladen.

Rudolf Steiner
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Die Jungbürger verfolgen interessiert die Ausführungen. (Bild: Rudolf Steiner)

Die Jungbürger verfolgen interessiert die Ausführungen. (Bild: Rudolf Steiner)

HAUPTWIL-GOTTSHAUS. Polizeiwachtmeister Remo Breitenmoser nahm sich trotz vorangegangenem Nachtdienst von Donnerstag auf Freitag die Zeit, die Jungbürger aus Hauptwil-Gottshaus durch den Autobahnstützpunkt Oberbüren zu führen. Der Vorführung eines Patrouillenfahrzeugs folgte mit der Besichtigung von etwa einem Dutzend Unfallfahrzeugen, die in den letzten Monaten an einem schweren Unfall im Einzugsgebiet des Stützpunktes Oberbüren beteiligt waren, der eindrücklichste Teil des Rundgangs. Den jungen Besuchern wurde eindrücklich vor Augen geführt, was Fehlverhalten, Raserei und Fahren mit Alkohol im Strassenverkehr für Folgen haben können.

Wie andere Gemeinden sieht sich auch Hauptwil-Gottshaus bei der Organisation der Jungbürgerfeier mit dem Problem der schlechten Teilnahme konfrontiert. «Wir wissen nicht genau, ob es am Datum oder am Programm liegt, dass die Beteiligung jeweils nicht gerade überwältigend ist», sagt Gemeinderätin Elsbeth Freitag.

So meldeten sich auf die Einladung zur Jungbürgerfeier in Hauptwil-Gottshaus von den 42 Jugendlichen der Jahrgänge 1995 und 1996 nur gerade 16 an. An der Stützpunktbesichtigung waren sogar nur zehn anwesend, sechs stiessen aus beruflichen oder schulischen Gründen erst am Abend zum gemütlichen Teil mit Nachtessen und Quiz über ihre Gemeinde dazu. Einen besseren Eindruck zumindest quantitativ hinterliess der Gemeinderat, der vollzählig an der Feier teilnahm. «Mit 18 öffnen sich für euch Türen, ihr könnt selber entscheiden, Auto fahren, euch am politischen Geschehen mitbeteiligen, mitbestimmen und eure Ideen aktiv einbringen», gab Gemeindeammann Matthias Gehring den Jungen mit auf den Weg ins Erwachsenenleben.