Die ersten Köpfe fürs Parlament

ARBON. Mit der gleichzeitigen Verabschiedung ihrer Listen lancieren SP und SVP die Erneuerungswahlen. Beide Parteien bekundeten Mühe, die Listenplätze zu füllen. Dümmer werde man nicht, hatte SVP-Präsident fast verzweifelt um «Nachwuchs» gebuhlt.

Max Eichenberger
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Die SP, gemessen an den Wähleranteilen (24,5%) stärkste Kraft und wie die FDP (22,2%) mit sieben Sitzen im 30köpfigen Stadtparlament vertreten, will ihre Position festigen. Die SVP möchte einen siebten Sitz gewinnen.

SVP mit personellen Sorgen

Bei der Konstituierung des Parlamentes 2003 - vorher gab es die Gemeindeversammlung - fulminant gestartet, legte die SVP zwar vor vier Jahren leicht zu (auf 21,3%), wurde aber von der FDP überflügelt.

Die FDP als Wahlsiegerin 2007 erbte gleich beide Sitze der «Zukunftswerkstatt», die sich aufgelöst hatte. Am ehesten könnte die in der Volksvertretung sich häufig als Opposition gebärdende SVP den sechsten Sitz der CVP anknabbern. Nur dank der Listenverbindung mit der EVP und viel Proporzglück brachte die CVP das Restmandat ins Trockene. Doch die SVP plagen personelle Sorgen. Margrith Bollhader Schedler und Andreas Brüschweiler räumen ihren Sitz. Und falls ihr Stadtratskandidat Konrad Brühwiler am 13.

Februar in die Exekutive gewählt würde, müsste sie gleich die Hälfte ihrer Fraktion ersetzen. Ihr Handicap: Die Liste ist nicht voll, und neue Zugpferde sind nicht auszumachen.

Gubser Wahllokomotive für SP

Das sieht bei der SP anders aus, bei der Kantonsrat Peter Gubser Wahllokomotive sein wird. Auch Jacob Auer, der wieder für den Stadtrat kandidiert (2007 war er Opfer der Verkleinerung von 7 auf 5 Sitze geworden), wird für die Partei viele Stimmen sammeln können, selbst wenn er als Stadtrat reüssieren sollte.

Als gewichtige Kraft tritt Erica Willi Castelberg nicht mehr an. Im Gegensatz zur SVP hat es die SP geschafft, ihre Liste noch an der Nominationsversammlung zu komplettieren. Wie viele der dreissig Volksvertreter nicht mehr antreten werden, ist nicht abschliessend bekannt. 2007 hatten 23 erneut kandidiert; 22 schafften die Wiederwahl.