Die Eingriffe fallen kaum auf

Die Gebäude der Schule Bernrain in Kreuzlingen sind in die Jahre gekommen. Eine Jury hat zwei Siegerprojekte bestimmt: Eines für die Sanierung und Erweiterung des Schulhauses und eines für die Sanierung des Internats.

Nicole D'orazio
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Blick vom Mehrzweckgebäude her auf das Schulhaus. Dieses wird saniert und leicht erweitert. Ein u-förmiger und gedeckter Gang sorgt für die Verbindung zwischen den zwei Gebäuden. (Bild: pd)

Blick vom Mehrzweckgebäude her auf das Schulhaus. Dieses wird saniert und leicht erweitert. Ein u-förmiger und gedeckter Gang sorgt für die Verbindung zwischen den zwei Gebäuden. (Bild: pd)

KREUZLINGEN. Die letzte Gesamtsanierung ist 23 Jahre her. Die Gebäude der Schule Bernrain in Kreuzlingen – eine Internats- und Externatsschule für Kinder mit auffälligem Verhalten und Lernblockaden – weisen einen hohen Renovationsbedarf aus. Das soll sich in den nächsten zwei bis zweieinhalb Jahren ändern. Für elf bis zwölf Millionen Franken werden die Gebäude saniert und teilweise erweitert. Den Hauptteil der Kosten übernimmt der Kanton. Will die Schule das eine oder andere Extra, muss sie das hingegen selber finanzieren, wie René Imesch, Präsident der Aufsichtskommission, sagt. «Das Geld bringen wir durch Landverkäufe auf.» Über die genauen Kosten könne er aber erst Auskunft geben, wenn die Detailplanung abgeschlossen ist.

Projekte bewusst getrennt

Mittels eines anonymen Projektwettbewerbes wurden Vorschläge für die Erweiterung und Sanierung des Schulhauses sowie des Mehrzweckgebäudes eingeholt. Für die Sanierung des Internatsgebäudes hingegen wurde ein Studienwettbewerb gemacht, zu dem drei Architekturbüros eingeladen wurden. «Wir haben die Projekte getrennt, weil das Internat nicht erweitert, sondern nur saniert werden muss», erklärt Institutsleiter Thomas Bücheler.

Die Sieger stehen fest: Beim Schulhaus und dem Mehrzweckgebäude hat der Vorschlag des Architekturstudios Roth in Zürich gewonnen. «Die siebenköpfige Jury und ihre fünf Berater waren sich schnell einig», sagt Imesch. «Wir waren vom Projekt beeindruckt. Es handelt sich um eine einfache und gute Lösung.»

Ein geschickter Ausbau

Die Eingriffe in die Anlage sind nur wenig sichtbar. Das Schulhaus wird auf der Ostseite geschickt erweitert. Das Mehrzweckgebäude erhält zur Bernrainstrasse hin einen Anbau. Und eine gedeckte, U-förmige Verbindung formt einen Hof. «Die Bauarbeiten sind für uns eine Herausforderung. Wir können den Schulbetrieb ja nicht einfach einstellen», sagt Bücheler. Beginnen werde man mit dem Mehrzweckgebäude. Das Schulhaus komme als letztes an die Reihe. «Die Arbeiten beschäftigen uns sicher die nächsten zwei bis zweieinhalb Jahre. Aber das gibt eine tolle Sache.»

Institutionsleiter Thomas Bücheler und René Imesch, Präsident der Aufsichtskommission, sprechen über das Siegermodell. (Bild: Reto Martin)

Institutionsleiter Thomas Bücheler und René Imesch, Präsident der Aufsichtskommission, sprechen über das Siegermodell. (Bild: Reto Martin)

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