Die BTS hat Mitschuld am Parkproblem

Die Gemeinde Salmsach sucht nach Parkiermöglichkeiten für Eltern, die ihre Kinder von der Schule abholen. Derweil geht sie auch gegen weitere Parksünder im Dorf vor.

Michèle Vaterlaus
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SALMSACH. «Wir sind auf der Suche nach Lösungen für Parkplätze vor dem Schulhaus Bergli», sagt der Salmsacher Gemeindeammann Kurt Helg. Die Gemeinde kämpft dort gegen Parksünder. Diesen droht eine Busse von 1000 Franken (TZ berichtete). Die Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, ärgern sich darüber, sie fordern mehr Verständnis. Es mangelt den Behörden aber nicht an Verständnis, sondern an Möglichkeiten zur Schaffung von Parkplätzen.

Strassenprojekt als Hindernis

«Wir hatten vor, neben dem Schulhaus Land für Parkplätze zu kaufen», sagt Helg. «Doch der Besitzer will den Preis hochtreiben, indem er Baulandpreise verlangt. Das Land liegt aber in der Landwirtschaftszone.» Eine weitere Variante sieht der Gemeindeammann gegenüber dem Schulareal. «Doch dort kommt uns der Kanton in den Weg», sagt er. Das Problem sei die noch nicht genau definierte Linienführung der Bodensee-Thurtalstrasse, die auf diesem Gebiet vorgesehen ist.

Aus diesem Grund hat die Gemeinde mit der Firma Zinctec eine Vereinbarung getroffen, dass Eltern ihr Auto dort parkieren können. Die Distanz von 160 Metern ist aber einigen Eltern zu weit.

Parksünder zahlen auch im Dorf

Während nach Parkmöglichkeiten rund um das Bergli-Schulhaus gesucht wird, geht die Gemeinde auch im übrigen Dorf gegen Parksünder vor. Ein Dorn im Auge sind den Behörden die Laternenparkplätze. Seit diesem Jahr gilt in der Gemeinde das Laternengaragen-Reglement: Nun können Autofahrer ihr Fahrzeug nicht mehr gratis jede Nacht auf der Strasse abstellen. Sie müssen 30 Franken pro Monat dafür zahlen, Besitzer eines Lieferwagens oder Lastwagens sogar 100 Franken. Dennoch gibt es nächtliche Dauerparkierer – vor allem auf der Kirch-, See- und Kehlhofstrasse – die nicht bezahlen. «Wir kontrollieren zweimal im Monat. Wer zum erstenmal erwischt wird, wird noch mit einer Nachricht, die wir unter die Scheibenwischer klemmen, gewarnt», sagt Gemeindeammann Kurt Helg. «Wer zum zweitenmal erwischt wird, muss eine Busse bezahlen», sagt Helg weiter.