Die Blumen sind zu früh verblüht

Die eigenen Sonnenblumen fürs Jubiläumsfest wollte die Glöggli-Clique auf den Tischen haben. Das Wetter hat aber die Blust zu schnell vorangetrieben.

Maya Mussilier
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Lassen die Köpfe hängen: Die Sonnenblumen der Glöggli-Clique. (Bild: Maya Mussilier)

Lassen die Köpfe hängen: Die Sonnenblumen der Glöggli-Clique. (Bild: Maya Mussilier)

OBERAACH. Die Sonnenblumen neben der grossen runden Werbetafel fürs bevorstehende Schälläfäscht der Amriswiler Glöggli-Clique haben in den letzten Wochen ihrem Namen alle Ehre gemacht. Wie kleine leuchtende Sonnen richteten sie ihre Blüten Richtung Himmel. Leider viel zu früh. Jetzt, wo es aufs Fest zugeht, haben sie die sonnengelben Blätter abgeworfen und lassen ihre braun gewordenen Köpfe hängen.

Bedingungen waren zu gut

«Normalerweise brauchen Sonnenblumen von der Saat bis zur Blüte 100 Tage», sagt Coni Kuster von der Glöggli-Clique, die sich um die Dekoration für das Fest kümmert. Die Wetterbedingungen seien für die Sonnenblumen aber mehr als ideal gewesen: genügend Sonne und genügend Nässe. Deshalb blühten sie einen Monat zu früh. «Das Risiko war uns von Anfang an bewusst», sagt Coni Kuster, ärgerlich sei es aber trotzdem. Sie hätten nun die Flucht nach vorn angetreten und in der Umgebung zwei Sonnenblumenfelder ausgemacht, auf denen sie sich mit den nötigen Blumen eindecken könnten.

Gründünger oder Futter?

Was genau mit den Glöggli-Sonnenblumen passiert, ist noch nicht entschieden. «Vielleicht werden sie als Gründünger untergepflügt, oder aber wir verwenden die Böden womöglich als Teil der Dekoration», so Coni Kuster. Auch die Idee, die Blütenköpfe zu trocknen und als Winterfutter für die Vögel auszulegen, hält sie für denkbar.