Die Befürworter eines Saals auf dem Bodanareal gründen Verein

ROMANSHORN. Rolf Beerli, Fredy Iseli und Werner Widmer wollen eine Protestbewegung aufbauen. Als erstes streuen sie diese Woche ein Flugblatt, das die Abwahl des Romanshorner Gemeindeammanns empfiehlt.

Markus Schoch
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Protestbewegung aufbauen: Werner Widmer, Fredy Iseli und Rolf Beerli. (Bild: pd)

Protestbewegung aufbauen: Werner Widmer, Fredy Iseli und Rolf Beerli. (Bild: pd)

Das Trio will nichts unversucht lassen, um seine Pläne zu verwirklichen, die es bereits vor einem Jahr der Öffentlichkeit vorgestellt hatte: eine Überbauung auf dem Bodanareal mit Saal. Beerli, Iseli und Widmer gründeten dazu am letzten Donnerstag einen Verein mit dem Namen «www.bodansaal.ch».

«Wir möchten so Gleichgesinnte finden, Wissen bündeln und dem Gemeinderat gegenüber Druck aufbauen», sagt Iseli, der das Präsidium übernommen hat. Und er ist überzeugt, dass eine kraftvolle Protestbewegung entstehen wird. «Das Volk unterstützt unsere Idee. Und die Gemeinde wird auf die Stimme des Volkes hören müssen.»

Investorenwettbewerb stoppen

Spätestens am 15.

Mai bei der Abstimmung über den Saal am See werde der Gemeinderat nicht weiter die Ohren verschliessen können, sagt Iseli. «Wichtig ist dann, dass der laufende Investorenwettbewerb fürs Bodanareal gestoppt wird, weil dieser keinen Saal vorsieht.» Und die Gemeinde wäre nach Meinung des Uttwiler Architekten gut beraten, sich in dieser Situation endlich mit ihnen an einen Tisch zu setzen. «Es müsste eine neue Basis gefunden werden», sagt Iseli.

Er und seine zwei Mitstreiter nehmen bekanntlich nicht am Investorenwettbewerb teil. Es sei «sinnlos» unter diesen Umständen, hatte Beerli Mitte Januar gegenüber der TZ erklärt.

Flugblatt gegen Senn

Als erste Aktion verschickt der neue Verein noch diese Woche ein Flugblatt in alle Haushaltungen mit dem Aufruf, Gemeindeammann Norbert Senn am Sonntag nicht zu wählen.

«Sonst wählen Sie den Saal am See mit den HRS-Häusern gleich mit», heisst es auf dem Flugblatt, das am Mittwoch oder Donnerstag verteilt werden soll. Der Gemeindeammann werde bei einer Wiederwahl seine Stellung weiter nutzen, um das Prestigeprojekt gegen alle Widerstände durchzudrücken, schreibt das Trio.

Ebenfalls noch diese Woche wollen Beerli, Iseli und Widmer eine Homepage aufschalten unter der Adresse des Vereinsnamens.

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