Die Altstadt verwandelt sich

An über 20 Baustellen wird für die 13. Bischofszeller Rosen- und Kulturwoche gearbeitet. Über 100 Gartenbauer verarbeiten viele Tonnen Material für ihre Anlagen. Schon jetzt wird die grosse Unterstützung der Stadt gelobt.

Mirco Huser
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Mit vereinten Kräften plazieren die beiden Gartenbauer einen Baum.

Mit vereinten Kräften plazieren die beiden Gartenbauer einen Baum.

BISCHOFSZELL. «Obwohl ich bereits zum dreizehntenmal die Verantwortung für den Aufbau trage, bin ich auch dieses Mal etwas aufgeregt», sagt Roland Münger, Mitglied des Organisationskomitees der Rosen- und Kulturwoche. In der Bischofszeller Altstadt wird momentan gehämmert, gesägt, geschwitzt und manchmal auch etwas geflucht. Die Aufbauarbeiten für die Rosen- und Kulturwoche, die am Samstag eröffnet wird, sind in vollem Gange.

Kollegiales Verhältnis

Für Münger ist es extrem spannend zu sehen, wie in der Altstadt an etwa 20 Baustellen gearbeitet wird. Das kollegiale Verhältnis der Gestalter untereinander ist für die Aufbauarbeiten wichtig. «Die Altstadt ist extrem eng. Die Gartenbauer müssen sich immer absprechen, wer wann mit seinem Lastwagen das Material an seinen Platz in die Altstadt bringt, sonst gibt es einen Stau», erklärt Münger.

Beim Gespräch mit Roland Münger auf der Marktgasse wird schnell klar, dass er den persönlichen Kontakt zu den Ausstellern wichtig findet. Es vergeht kaum eine Minute, in der er nicht einen Gartenbauer oder einen Anwohner grüsst. «Die Rosenwoche soll Freude machen, auch den Ausstellern.»

Die Stadt Bischofszell versucht, den Gestaltern so weit wie möglich entgegenzukommen. «Bewusst dürfen die Aussteller ihren Platz gratis nutzen. So können sie mehr Geld in das Material für die Gärten investieren.» Ausserdem werden ihnen Holzschnitzel, Strom und Wasser von den Technischen Betrieben zur Verfügung gestellt. Er selber gehe jeden Tag mehrmals durch das Ausstellungsareal und schaue, ob alles rundläuft und es den Gestaltern an nichts fehlt. «Wenn es Probleme gibt, probiere ich, diese zu lösen», erklärt Münger.

Optimaler Zeitpunkt

Für Patricia Knür von der Roth-Pflanzen AG aus Kesswil ist es die vierte Rosen-und Kulturwoche. Mit ihrem Garten hat sie dieses Jahr aber einen neuen Platz. «Wegen des anderen Standorts mussten wir uns etwas ganz Neues einfallen lassen. Dies war für uns eine neue Herausforderung.» Sie rechnet es der Stadt Bischofszell hoch an, dass so viele Materialien zur Verfügung gestellt werden und allgemein die Unterstützung gross ist.

Bereits bei der ersten Durchführung der Rosen- und Kulturwoche war die Gärtnerei Rutishauser aus Wil mit dabei. Auch für die 13. Auflage hat sich der Betrieb aus der Äbtestadt etwas Spezielles einfallen lassen. «Unser Garten hat dieses Jahr das Motto <Dornröschen>. Die Floristinnen wollten etwas mit Märchen machen», sagt Beat Niedermann. Für die Gärtnerei sei die Bischofszeller Rosen- und Kulturwoche eine gute Werbeplattform. Auch der Zeitpunkt der Veranstaltung sei optimal gewählt. «Die Geraniensaison in den Gartencentern ist vorbei, und hier können wir mit den Rosen die Besucher ansprechen.»

Für Roland Münger ist dies sicher nicht die letzte Rosen- und Kulturwoche als OK-Mitglied. «Die Freude der Besucher und der Gestalter begeistert mich jedes Jahr neu», sagt er.

Zwei Gartenbauer schichten eine Steinmauer auf. (Bilder: Mirco Huser)

Zwei Gartenbauer schichten eine Steinmauer auf. (Bilder: Mirco Huser)

Auf dem Hirschenplatz wird fleissig gearbeitet.

Auf dem Hirschenplatz wird fleissig gearbeitet.

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