Die Altstadt im Fokus

Die FDP.Die Liberalen will sich für die Altstadt einsetzen: Zum einen für ein neues Baureglement und einen neuen Zonenplan und zum anderen für das Bewusstsein, dass Arbon eine der schönsten Altstädte im Thurgau hat.

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Die FDP-Kandidaten auf Liste 5: (v. l. n. r.) Cyrill Stadler, Stefan Müller-Furrer, Saskia De Haard, Konradin Fischer (bisher), Catherine Gisler, Ruedi Knechtle, Claudia Zürcher (b), Riquet Heller (b), Silke Sutter Heer (b), Werner Keller (b), Max Gimmel (b), Rico Baettig, Christine Schuhwerk (b), Tobias Zürcher. (Bild: Chris Mansfield)

Die FDP-Kandidaten auf Liste 5: (v. l. n. r.) Cyrill Stadler, Stefan Müller-Furrer, Saskia De Haard, Konradin Fischer (bisher), Catherine Gisler, Ruedi Knechtle, Claudia Zürcher (b), Riquet Heller (b), Silke Sutter Heer (b), Werner Keller (b), Max Gimmel (b), Rico Baettig, Christine Schuhwerk (b), Tobias Zürcher. (Bild: Chris Mansfield)

Mit welchem Ziel steigt die FDP.Die Liberalen Arbon in die Parlamentswahlen vom 20. März?

Die Liste 5 der FDP.Die Liberalen mit vielseitigen Persönlichkeiten will Begeisterung wecken für ein Arbon, das sich entfaltet und ent-wickelt. Wir wollen nicht mit angezogener Handbremse Politik betreiben. Das ist Energieverschwendung.

Was hat die Fraktion der FDP.Die Liberalen/DKL in der zu Ende gehenden Legislaturperiode bewirken können?

Die FDP.Die Liberalen/DKL-Fraktion hat massgeblich die wichtigsten Projekte mitgestaltet und unterstützt, die alle vom Volk mit zum Teil sehr grosser Mehrheit angenommen wurden. Wir haben im Vorfeld zu den Abstimmungen über diese Projekte aktiv informiert und in zahlreichen Aktionen die Bauvorhaben erklärt. Wir verstehen unsere Arbeit im Parlament als konstruktive Zusammenarbeit mit dem Stadtrat zum Wohle aller.

Die nächste Legislatur wird im Zeichen des Baus der neuen Kantonsstrasse stehen. Diese absorbiert grosse finanzielle Mittel. Hat die Stadt daneben überhaupt noch Handlungsspielraum?

Zum Beispiel der Bau des Seeparksaales hatte ähnliche Auswirkungen für die Stadtkasse wie heute die NLK. Eine Stadt muss immer wieder zukunftsweisende Projekte realisieren und darf daneben die übrigen Belange nicht völlig vernachlässigen. Auch wenn die NLK die Stadt Arbon im Verhältnis zu dem, was sie bringt, wenig kostet, so bindet sie Ressourcen. Es bleibt aber Spielraum für weitere Projekte. In drei Jahren ist die NLK fertig gebaut. In dieser Zeit können neue Projekte vorbereitet werden.

Welche programmatischen Schwerpunkte wird die FDP.Die Liberalen Arbon in den nächsten vier Jahren setzen?

Mit der NLK braucht die Altstadt ein Verkehrs- und Parkierungskonzept, das die Attraktivität fördert. Anderseits ermöglicht die neue Strasse die Erschliessung des SaurerWerks Zwei und somit den Beginn einer langfristigen Entwicklung auf dem Gelände. Wesentlicher Schwerpunkt wird deshalb die Neuauflage des Baureglements und des Zonenplanes sein.

Das dringendste Problem oder die dringlichste Aufgabe, die Arbon lösen muss?

Bauprojekte sind plan- und kalkulierbar. Sie geben den Takt an für die Weiterentwicklung. Eine dringliche Aufgabe ist dabei der Einbezug der Bevölkerung. Neuzuzüger bringen nicht nur neues Geld, sondern auch neue Ansichten, die nutzbringend einbezogen werden müssen. Es gibt kein einzelnes Projekt, das priorisiert werden muss. Es ist nicht der Steuerfuss allein, auch nicht die NLK oder der Ortsbus. Es ist das Gesamte, das zählt.

Ihr Rezept für eine Belebung der Arboner Altstadt?

Vertrauen schaffen: Mit dem Ausbau des zik-zak-zuk kommen wertvolle Arbeitsplätze in die Altstadt. Es braucht aber weitere Investitionen in die Liegenschaften, ebenso muss das Gewerbe eine Perspektive erkennen. Wir haben von den fünf grössten Thurgauer Gemeinden die schönste Altstadt. Das sollte uns bewusster werden.

Die Stadt muss sich nach der Decke strecken. Welchen finanzpolitischen Kurs werden Sie dem Stadtrat vorgeben?

Die Stadt Arbon ist auf dem richtigen Kurs. Sie braucht gute und sichere Steuereinnahmen, damit sie kalkulieren kann. Viele der bereits eingeleiteten Massnahmen zielen darauf ab, das Steuersubstrat zu verbessern. Es braucht aber weitere flankierende Massnahmen. Das Unbehagen über die Finanzsituation, das teilweise geschürt wird, kann nur über ein transparentes Controlling, wie es die FDP/DKL-Fraktion gefordert hat, abgebaut werden.

Interview: me/mvl