Die älteste Quelle entspringt tief im Berg

AMRISWIL. Die 9. Amriswiler Wandernacht des Verkehrsvereins widmete sich dem Thema Elektrizität–Wasser–Gas. Auf der Route konnten die Teilnehmer unter anderem die 1895 erschlossene Quelle Bürglen besichtigen. Diese versorgt heute noch einen Teil von Amriswil.

Ramona Riedener
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Remo Schnyder von der REA zeigte den Besuchern die Quelle. (Bild: Ramona Riedener)

Remo Schnyder von der REA zeigte den Besuchern die Quelle. (Bild: Ramona Riedener)

Geradezu geschaffen für eine Wanderung zeigte sich der Samstagabend. Dementsprechend zogen rund 100 wanderfreudige Menschen aus Amriswil und Umgebung los, um sich bei der 9. Wandernacht des Verkehrsvereins mit dem Thema Elektrizität-, Wasser- und Gasversorgung auseinanderzusetzen. In Kleingruppen ging es vom Start bei der Regio Energie Amriswil (REA) auf die Route.

63 Meter durch den Tunnel

Unterwegs hatten die Teilnehmer Gelegenheit, unter fachkundiger Leitung die Transformatorenstation Fuchsbühl, die Quelle Bürglen, das Reservoir Schollenberg, den Gewerbeturm und die Steuer- und Leitzentrale der REA zu besichtigen. Besondere Beachtung fand die 1895 erbaute Quelle Bürglen, die zum ersten Mal besichtigt werden konnte. Mit Schutzhelm, Gummistiefeln und Taschenlampen ausgestattet, führte Remo Schnyder, stellvertretender Leiter für Qualitätssicherung der REA, durch den mit Kerzen beleuchteten 63 Meter langen Tunnel. «Noch heute decken die Quellen Bürglen und Lochershaus etwa 13 Prozent des Amriswiler Wasserbedarfs ab», sagte Remo Schnyder. «Beeindruckend! Das Wasser kommt einfach, ohne Strom», ist der einstimmige Tenor.

Einmal etwas anderes bieten

Üblicherweise veranstaltet der Verkehrsverein Amriswil seine Wandernacht jeweils am schweizerischen Wandertag im Juni. Da dieses Jahr am gleichen Tag das Amriswiler Stadtfest stattfand, wurde die Wanderung verschoben.

«Bis jetzt hatten wir auch immer eine geführte Wanderung, auf der wir Brunnen, Mühlen oder historische Häuser besichtigt haben», erklärt Heini Roth, Vorstandsmitglied des Verkehrsvereins. «Dieses Jahr wollten wir den Teilnehmern einmal etwas Technisches bieten. Wasser und Strom brauchen ja alle. Deshalb haben wir uns für dieses Thema entschieden.»

Am Ziel angekommen, genossen die Wanderfreudigen beim gemütlichen Zusammensein die feine, vom Verkehrsverein offerierte Sternschnuppensuppe.