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Deutliches Ja zur Hafenzone

Auf dem Güterschuppenareal am Romanshorner Hafen können keine Wohnblöcke mehr gebaut werden. Die Stimmbürger schoben dieser Möglichkeit am Donnerstag mit einer Zonenplanänderung endgültig einen Riegel.
Markus Schoch
Kleine Bäume und Gras: Das Güterschuppenareal liegt seit über zehn Jahren brach. (Archivbild: Markus Schoch)

Kleine Bäume und Gras: Das Güterschuppenareal liegt seit über zehn Jahren brach. (Archivbild: Markus Schoch)

ROMANSHORN. Das Ergebnis war noch viel deutlicher als bei der ersten Abstimmung im letzten Oktober, die aus formalen Gründen jetzt wiederholt werden musste: Fast 70 Prozent der 232 anwesenden Stimmbürger sprachen sich vorgestern an der Rechnungsgemeinde für eine Hafenzone aus, die Wohnbauten verbietet, wie sie die HRS auf dem Güterschuppenareal plante. Das Gebiet kann künftig im wesentlichen nur noch touristisch genutzt werden. Zulässig sind beispielsweise Hotels und Restaurants, aber auch Wassersportbetriebe.

Das klare Resultat war nicht zu erwarten. Nur gerade FDP und SVP sprachen sich im Vorfeld für die Umzonung aus, was bei der IG Hafen als Initiantin der Hafenzone schlecht ankam. «Die anderen Parteien haben das deutliche Signal der Bevölkerung im letzten Herbst offensichtlich nicht verstanden», kritisierte IG-Präsident Martin Dempfle.

«Gegensätze beissen sich»

Zudem meldeten sich in der Diskussion am Donnerstag in der evangelischen Kirche auch verschiedene Kritiker zu Wort. Die Hafenzone sei viel zu eng angelegt, indem sie sich nur über das Güterschuppenareal, das alte Zollhaus und den alten Fähreanlegeplatz erstreckte, sagte Hans Sidler. «Es braucht eine gesamtheitliche Betrachtungsweise des Hafenareals.» Zudem seien die Bestimmungen in der Hafenzone widersprüchlich. Erlaubt seien zwar Konzerte, Betriebe dürften aber nur mässig stören. «Diese Gegensätze beissen sich.»

Der Gemeinderat verhielt sich neutral. «Wir respektieren den Entscheid der Stimmbürger vom letzten Oktober», sagte Vize-Gemeindeammann Danilo Clematide «Wir haben auch erkannt, dass eine Mehrheit der Bürger keine Wohnhäuser im Stile der HRS auf dem Güterschuppenareal will.» Clematide wies zudem ausdrücklich darauf hin, dass seiner Ansicht nach der Amriswiler Unternehmer Hermann Hess sein Hafenhotel in der Hafenzone realisieren könnte.

«Lachnummer der Nation»

Allerdings müsste er in diesem Fall unter Umständen «ein paar Jahre» länger warten, sagte der Vize-Gemeindeammann. Denn die SBB als hauptsächlich betroffene Grundbesitzerin könnten den Entscheid der Gemeindeversammlung für eine Hafenzone bis vor Bundesgericht anfechten. Und es wäre auch möglich, dass sie eine Klage wegen materieller Enteignung einreichen würden, weil das Land durch die Hafenzone an Wert verliere.

Ernst Johner hielt diese Befürchtung für unbegründet. «Wenn wir jetzt Nein sagen, werden wir zur Lachnummer der ganzen Schweiz.» Und IG-Präsident Dempfle warnte vor Experimenten: Nur mit der Hafenzone sei gewährleistet, dass keine Wohnblöcke gebaut werden könnten. Eine grosse Mehrheit sah es gleich wie er.

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