Der Weg ins Glück ist anstrengend

Nach einer anstrengenden Reise in den Norden Deutschlands sind wir alle wohlbehalten in Lübeck angekommen. Die Nordlichter lernen wir von Anfang an als äusserst herzliche und hilfsbereite Menschen kennen. Wir geniessen ihre Gastfreundschaft.

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Die «Laya» in der Werft. (Bild: pd)

Die «Laya» in der Werft. (Bild: pd)

Nach einer anstrengenden Reise in den Norden Deutschlands sind wir alle wohlbehalten in Lübeck angekommen. Die Nordlichter lernen wir von Anfang an als äusserst herzliche und hilfsbereite Menschen kennen. Wir geniessen ihre Gastfreundschaft.

Gleich am Tag nach der Ankunft ist die erste Besprechung mit dem Bootsbauer. Wir steigen mit einem Kribbeln im Bauch ins Auto und fahren zur Werft. Eilig suchen wir die Hallen ab, um unsere Yacht zu finden. Und dann steht es endlich da: unser neues Zuhause, unser Leben, unser Projekt.

Nach dreitägiger Reinigungsarbeit ist die «Laya» wieder das Schiff, das wir in Erinnerung haben. Doch es gibt noch viel zu tun, bis sie auch das Schiff ist, mit dem wir uns ins Abenteuer stürzen können.

Die ersten Tage sind mental anstrengend. Wir sind irgendwie zwischen Stuhl und Bank gefallen. Die alte Heimat Romanshorn liegt weit weg. Das neue schwimmende Heim ist eine Baustelle. Es gilt, sich als Familie neu zu organisieren, damit alle weiterhin auf ihre Kosten kommen. Kübel, Schaufel und Förmchen zusammen mit Sand ergeben eine strahlende Amyra. Die sanfte, reinigende Meeresluft ist Balsam für Jessicas angeschlagene Lungen. Und Christian? Er schuftet täglich für drei!

Das Schicksal meint es nicht immer gnädig mit uns. Überall im Schiff kann jederzeit eine vollbepackte Überraschungstüte mit vielen ungeplanten Arbeitsstunden aufreissen. Wir lassen uns aber nicht unterkriegen. Zusammen schaffen wir das! Wir wollen Ende Mai in unsere «Laya» einziehen, um «Meer Leben» zu können.

Christian (32) und Jessica (29) Grundlehner aus Romanshorn gehen mit ihrer Tochter Amyra (2) auf grosse Reise. Im deutschen Lübeck stechen sie Ende Mai mit ihrem Segelschiff «Laya» für unbestimmte Zeit in See. In der Thurgauer Zeitung berichten sie regelmässig über ihre Erlebnisse.