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Der Wahrhaftigkeit verpflichtet

Der Oratorienchor Kreuzlingen überzeugte am Sonntagabend bei seinem Heimspiel in der Kirche St. Stefan vom ersten bis zum letzten Takt mit einem frischen und dynamischen Vortrag. Das Konzert stand ganz im Zeichen der Romantik.
Christof Lampart
Die Dirigentin des Oratorienchors Kreuzlingen, Annedore Neufeld. (Bild: Christof Lampart)

Die Dirigentin des Oratorienchors Kreuzlingen, Annedore Neufeld. (Bild: Christof Lampart)

KREUZLINGEN. Im fast voll besetzten Gotteshaus trug der mit Gastsängern verstärkte Oratorienchor Kreuzlingen Werke von Johannes Brahms und Antonín Dvoráks vor. Vokalensemble und die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz standen unter der Leitung von Annedore Neufeld. Als Solisten wirkten im Te Deum die Sopranistin Mechthild Bach und der Bassist Matthias Horn mit. Der erste Konzertteil war den Brahms-Werken gewidmet. Neufeld zeigte, dass sie nicht nur eine begnadete Chorleiterin ist, sondern auch Talent fürs sinfonische Orchester mitbringt. Wie sie in Hyperions Schicksalslied die Stimmen heraushörbar machte und dem gesamten Klangkörper eine samtene Festigkeit verlieh, liess einen aufmerksam lauschen. Dieses Talent zur klanglichen Transparenz brachte die Dirigentin auch gelungen in der Nänie ein, welche gar nicht so wie ein Trauergesang klang, sondern wie ein sphärisches Lob auf die Vergänglichkeit des Schönen in dieser Welt. Als Zuhörer konnte sich kaum satthören am ausdruckstarken Wohlklang.

Dvoráks achte Sinfonie entpuppte sich für Neufeld als Tummelfeld für eine ungemein lebendige Erzählung. Nicht billige Brillanz, sondern die Lust am musikalisch Profunden wurde hier ausgelebt. Dies trifft aufs Te Deum zu, welches den Abschluss des anspruchsvollen Musikabends bildete. Zumal sich auch die Solisten nahtlos dem hochstehenden Niveau anpassten. Der warme, lyrische und zugleich strahlkräftige Sopran Mechtild Bachs trug ebenso das Seinige zum perfekten Abschluss bei wie auch der erdige Bass Matthias Horns.

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