Der Vorhang geht bald öfter auf

AMRISWIL. Florian Rexer lanciert ein weiteres Theaterprojekt. Mit Stücken für verschiedene Generationen will er Theater für kleine Kinder und für Senioren machen. Konzipiert hat er die Aufführungen ganz nach dem Bedürfnis des Zielpublikums.

Rita Kohn
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Florian Rexer mit Hanneke Alefsen im Proberaum für das neue Generationen-Theater. (Bild: Nana do Carmo)

Florian Rexer mit Hanneke Alefsen im Proberaum für das neue Generationen-Theater. (Bild: Nana do Carmo)

Florian Rexer und Theater in Amriswil: Das ist eine Kombination, die untrennbar ist. Wer nun aber automatisch noch den Begriff «Schloss Hagenwil» hinzufügt, wird künftig eines Besseren belehrt. Zwar bleibt das Schloss auch weiterhin die Hauptbühne des Regisseurs und Schauspielers, doch hat Florian Rexer seine Aktivitäten leicht nach Norden erweitert.

«Wir machen in Amriswil ein Theater für alle Generationen», kündigt der in Romanshorn lebende Theatermann an. Es ist ihm ernst damit. Rexer, der scheinbar mühelos auf mehreren Hochzeiten tanzt, hat bereits mit den Vorbereitungen zum neuen Projekt begonnen.

Die Idee wird unterstützt

Hintergrund der Idee von Florian Rexer ist der Wunsch, Theater nicht mehr auf eine gewisse Zeit im Jahr zu beschränken. Zwar ist das Format «Schlossfestspiele Hagenwil» mit seinen Aufführungen unter freiem Himmel nach wie vor das Passende für die Sommerzeit, doch will Rexer den Theatergenuss in verschiedenen Formen auf das ganze Jahr ausdehnen.

Mit seinem Wunsch steht der Regisseur nicht alleine. Einerseits hat es ihn kaum Mühe gekostet, ein mehr oder weniger fixes Ensemble für seine Theaterideen zusammen zu setzen, andererseits darf er auch auf die Unterstützung von Rolf und Christa Hess zählen. Christa Hess hatte mit ihrem «Theatereggli» einst ein Projekt für kleinere Kinder lanciert. Dieses ist jedoch nach einiger Zeit ausgelaufen. Nun stellt das kulturinteressierte Paar den einstigen Proberaum des Theateregglis dem Ensemble von Florian Rexer zur Verfügung. «Ich bin für diese Unterstützung sehr dankbar», bekennt der Regisseur. Denn der Raum sei ideal, um an verschiedenen Projekten zu arbeiten.

Mit und ohne «Mitmachen»

Obwohl das «Theater für Generationen» im Grundsatz einer gemeinsamen Idee folgt, werden die verschiedenen Generationen unterschiedliche Theaterformen geniessen können. Beim Theater für Seniorinnen und Senioren denkt Florian Rexer an Stücke, die zusammen mit Laienschauspielerinnen und -schauspielern aufgeführt werden. Dafür sind jeweils interessierte Frauen, Männer und Jugendliche aus der Region gesucht, die mitspielen wollen. Das Stück wird dann dem Ensemble sozusagen auf die Haut geschneidert. «Bei den Schlossfestspielen läuft es umgekehrt: Da suchen wir das Ensemble gezielt für die Rollen im vorgesehenen Stück», sagt Florian Rexer.

Ganz anders schliesslich läuft es beim Theater für die ganz Kleinen. Hier ist das Ensemble schon bestimmt, eine Mitwirkung von Laien ist nicht vorgesehen. Gespielt werden sollen Märchen aus der Region. «Aber die sind zum Teil so grausam, dass wir sie den kleinen Kindern auf keinen Fall zumuten können», sagt Florian Rexer. Deshalb habe er nun einen anderen Weg beschritten.

Im Herbst beginnen

Da die Nachfrage nach Theater, das dicht bei den Leuten ist, gross ist, ist sich Florian Rexer sicher, dass die im Herbst startenden Generationen-Theater-Projekte bald auf Touren kommen. «Wir können damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Zum einen bieten wir den Leuten das, wonach immer wieder gefragt wird. Theater sozusagen zum Anfassen. Zum anderen können wir auch ein Ensemble zusammenstellen, das eine kontinuierliche Beschäftigung hat.»

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