Der Umbau geht weiter

ROMANSHORN. Romanshorn macht einen nächsten Schritt bei der Reorganisation der Sozialen Dienste. Enger zusammenrücken muss man im Gemeindehaus.

Markus Schoch
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David H. Bon Stadtammann von Romanshorn (Bild: Nana do Carmo)

David H. Bon Stadtammann von Romanshorn (Bild: Nana do Carmo)

«Wir gehen langsam, aber sehr konsequent vorwärts», sagt Stadtammann David H. Bon. «Immer mit dem Ziel vor Augen, noch effizienter zu werden.»

Seit zwei Jahren ist die Stadtverwaltung organisatorisch im Umbau. Betroffen davon sind insbesondere die Sozialen Dienste. In einem ersten Schritt wurde ihnen im März 2013 der Jugendtreff und die Integrationsfachstelle angeschlossen, die ihre Adresse jetzt im Postgebäude am Bahnhof und nicht mehr im Gemeindehaus haben. Die Änderung habe sich «extrem bewährt», sagt Bon.

AHV-Zweigstelle zieht um

Jetzt geht der Stadtrat in seiner bereits 2012 entworfenen Strategie einen Schritt weiter. Die AHV-Zweigstelle und Krankenkassenkontrollstelle räumen die Büros im Postgebäude und beziehen im Spätsommer neue im Gemeindehaus, wo sie der Kanzlei angegliedert werden – analog den anderen Kontrollämtern. «Das ist vom fachlichen her sinnvoll, und wir erhalten im Postgebäude mehr Platz, den die Sozialen Dienste dort dringend brauchen», sagt Bon. Bei der Fürsorge und der Berufsbeistandschaft ist eine neue Stelle geschaffen worden, was das Problem akzentuiert hat. «Weitere Aufstockungen werden wegen des Wachstums folgen.»

Dachstock wird ausgebaut

Enger zusammen rücken muss im Gegenzug die Verwaltung im Gemeindehaus, da die beiden Angestellten und der Lehrling der AHV-Zweigstelle einen Arbeitsplatz im Erdgeschoss bei den Schaltern brauchen.

«Wir finden eine Lösung», zeigt sich Bon überzeugt. Um Spielraum zu schaffen, werden im Dachstock neue Büros entstehen. Grosse Umbauten sind nicht nötig. «Es geht im wesentlichen um eine Pinselrenovation und Isolationsarbeiten.» Was ihn besonders freut: Alle betroffenen Mitarbeiter würden der Reorganisation «sehr offen» begegnen. «Sie machen sehr motiviert mit.»

Abläufe sind einfacher

Eine weitere Änderung: Bei den Sozialen Diensten wird eine Stabsstelle «Gesellschaftliches» geschaffen, die Sybille Hug übernimmt. Und es gibt Fachleitungen für die Bereiche Berufsbeistandschaften (Philipp Langenauer) und wirtschaftliche Hilfe (Frieda Bürge), was die internen Abläufe vereinfachen und Sozialdienst-Leiter Christian Hug entlasten soll. Zudem übernimmt die Finanzverwaltung die Buchhaltung. Der Prozess sei damit nicht abgeschlossen, sagt Bon. Während die Sozialen Dienste nun für die Zukunft gerüstet seien, bestehe anderswo noch Handlungsbedarf. «Es werden darum weitere Schritte folgen, die dazu beitragen sollen, die Verantwortlichkeiten zu klären. Wir brechen aber nichts übers Knie», sagt Bon.