Der Schuppen soll in die Bauzone

KREUZLINGEN. Die Parzelle 3007 beim Kreuzlinger Hafenbahnhof ist auf dem Zonenplan noch immer ein weisser Fleck. Der Stadtrat schlägt jetzt die Zuweisung zur Wohn- und Gewerbezone WG 70 vor. Widerstand ist vorprogrammiert.

Martina Eggenberger Lenz
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Im ehemaligen Bahngebäude befinden sich heute Büros, Ateliers und Lagerräume. (Bild: Reto Martin)

Im ehemaligen Bahngebäude befinden sich heute Büros, Ateliers und Lagerräume. (Bild: Reto Martin)

Im August wird sich der Kreuzlinger Gemeinderat einmal mehr mit dem ehemaligen SBB-Güterschuppen an der Hafenstrasse befassen. Bereits 2008 und 2009 diskutierte das Parlament darüber, welche Zone die richtige für das Grundstück beim Hafenbahnhof sei. Zuerst wies der Gemeinderat die Botschaft zurück, danach stimmte er aber der Freihaltezone zu. Nachdem nun eine Zuweisung zu dieser nicht möglich ist (siehe Kasten), schlägt der Stadtrat die Wohn- und Gewerbezone WG 70 vor.

Nicht höher als die Nachbarn

Aktuell liegt die Zonenplan- und Baulinienänderung öffentlich auf. «Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht», sagt Stadtrat Michael Dörflinger. Es sei klar gewesen, dass für die Parzelle, wenn überhaupt eine Bauzone, dann nur die WG 70 in Frage komme. Ausschlaggebend sei vor allem die Gebäudehöhe gewesen. WG 70 erlaubt drei Geschosse, während höhere Ausnützungen auch mehr Stockwerke zulassen würden. «Die umliegenden Bauten gehören ebenfalls maximal der WG 70 an», sagt Dörflinger.

Grösserer Abstand zur Strasse

Die Zuweisung zu einer Zone ist ein Entscheid für die Zukunft. Der heutige Bau darf nämlich so stehen bleiben. Der Fokus richte sich auf einen allfälligen Neubau, so der Stadtrat. Ein Dorn im Auge ist der Stadt insbesondere der geringe Abstand der Baute zur Strasse und zum Kreisel. Mit einem neuen Baulinienplan will man hier mehr Sicherheit schaffen. Bei einem Neubau müsste die Fassade demnach acht Meter von der Strasse weg. Das begrüsse insbesondere der Quartierverein. Dörflinger betont, dass unter den neuen Voraussetzungen ein «vernünftiger Bau» erstellt werden könnte. Der Kanton habe die Unterlagen vorgeprüft und für gut befunden. Das letzte Wort ist allerdings noch nicht gesprochen: Eigentümer Markus Stromeyer hat stets betont und Unterschriften dafür gesammelt, dass seine Parzelle in die WG 100 gehöre, die eine höhere Ausnützung und höhere Bauten erlaubt.