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Der Schritt ins Zentrum war wichtig

Das Heilpädagogische Zentrum in Kreuzlingen feiert seinen zehnten Geburtstag. Dessen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit hat sich stark verändert.
Nicole D'orazio
Elisabeth Stickl, Leiterin Sonderschulheim des Ekkharthofs, und Institutionsleiter Jürg Bregenzer. (Bild: Donato Caspari)

Elisabeth Stickl, Leiterin Sonderschulheim des Ekkharthofs, und Institutionsleiter Jürg Bregenzer. (Bild: Donato Caspari)

Die «rote Schule» gibt es seit zehn Jahren. Im Heilpädagogischen Zentrum (HPZ), das zum Ekkharthof in Lengwil gehört, gehen derzeit 23 Kinder mit kognitiven Beeinträchtigungen zur Schule. «Es gab vor 12 bis 15 Jahren mehrere Gründe für die Gründung des HPZ in Kreuzlingen», sagte Institutionsleiter Jürg Bregenzer an der gestrigen Medienkonferenz. «Einerseits platzte die Sonderschule am Ekkharthof aus allen Nähten. Andererseits war dieser in Lengwil weit weg von den Leuten.» Bei den Eltern gab es eine Hemmschwelle, wenn ihre Kinder in die Sonderschule mussten. «Wir wollten daher mit einem Platz im Zentrum auch den gesellschaftlichen Integrationsanspruch für Menschen mit besonderem Betreuungsbedarf verdeutlichen. Weg von der Ausgrenzung, hin zur Normalität.»

In der Nähe des Schulhauses Wehrli

Dank der Hilfe des ehemaligen Schulpräsidenten Jürg Schenkel habe man die Parzelle an der Schützenstrasse 17 im Baurecht erwerben können, erzählt Bregenzer. «Die Lage ist ideal. Wir sind an den ÖV angeschlossen, und viele Kinder kommen zu Fuss zur Schule.» Die Nähe zum Wehrli-Primarschulhaus nützt das HPZ auf verschiedene Weise. Einerseits spielen die Kinder auf dem gemeinsamen Pausenplatz. «Andererseits verfolgen wir diverse integrative Projekte wie gemeinsame Bilderausstellungen, Wanderungen oder Tandemklassen. Unsere Kindergärtler besuchen einmal in der Woche den Unterricht im <Wehrli>.» Früher war auch die Pädagogische Hochschule (PH) gegenüber. Man pflege eine gute Zusammenarbeit und regelmässigen Fachaustausch. «Seit 12 Jahren begleiten wir zudem Regelschulen bei integrativen Sonderschulungen», sagt Elisabeth Stickl, Leiterin Sonderschule. «Derzeit sind es 16 Schulen in der Region, neu auch auf Sekundarstufe. Die Lehrer sind nicht speziell ausgebildet für die Bedürfnisse von Kindern mit einer kognitiven Beeinträchtigung. Dort übernehmen wir das Coaching.» Allgemein sei die Wahrnehmung des HPZ heute viel besser und offener. «Die Schüler sind ein wichtiger Teil der Gesellschaft.»

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