Der russische Zar Alexander I. spendete 100 000 Rubel

Zar Alexander I. erhielt Kenntnis von der Hungersnot in der Schweiz – woher, das weiss man nicht.

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Zar Alexander I. erhielt Kenntnis von der Hungersnot in der Schweiz – woher, das weiss man nicht. Jedenfalls liess er der besonders betroffenen Ostschweiz eine Unterstützung von 100 000 Rubel zukommen, schreibt der Thurgauer Historiker Rolf Soland in seinem Buch «Johann Conrad Freyenmuth (1775 bis 1843) und seine Tagebücher». Am 19./20. Mai 1817 wurde das Geld in Zürich aufgeteilt. Der Kanton Glarus erhielt für die Entsumpfung des Bodens und zur ausserordentlichen Armenunterstützung 66 000 Rubel. Die beiden Appenzell erhielten je 16 000, St. Gallen 14 000 und der Thurgau 4000 Rubel. Der Thurgau war an der Konferenz nicht vertreten. Zwar war in Frauenfeld eine an den regierenden Landammann gerichtete Einladung eingetroffen, schreibt Soland. Doch Morell weilte im Grossherzogtum Baden, um eine Aufhebung der badischen Grenzsperre für Getreide zu erreichen, von der ja auch der Thurgau betroffen war. «Als er zurückkehrte, lag das Einladungsschreiben ungeöffnet auf seinem Schreibtisch.» Da war die Konferenz schon vorbei. (es.)