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Der Respekt steht im Zentrum

Belinda Strazzer sprach an der Elternschule über die Themen neue Autorität und gewaltloser Widerstand.
Werner Lenzin
Referentin in Bischofszell: Belinda Strazzer. (Bild: Werner Lenzin)

Referentin in Bischofszell: Belinda Strazzer. (Bild: Werner Lenzin)

Die erste Veranstaltung der Elternschule Bischofszell stiess auf reges Interesse. Belinda Strazzer, Leiterin des Zentrums für neue Autorität, referierte über die neue Autorität und gewaltlosen Widerstand. Basierend auf dem Konzept von Professor Haim Omer, Dozent an der Universität Tel Aviv, verglich Strazzer die alte und die neue Autorität. «Während früher Autorität für Macht, Kontrolle und Gehorsam stand, fördert die neue Autorität Achtsamkeit, Fürsorge und Respekt», betonte die Referentin.

«Wichtig ist es, sich nicht in Machtkämpfe hineinziehen zu lassen, sondern respektvoll präsent zu bleiben», sagte Belind Strazzer. Die Werkzeuge der neuen Autorität und des gewaltlosen Widerstands hätten sich als effizient erwiesen, um Eskalationen zu vermeiden und Beziehungen wieder in eine Balance zu bringen. «Beim gewaltlosen Widerstand wollen wir miteinander unterwegs sein und zusammen am gleichen Strick ziehen. Es gilt, alte Beziehungen in eine neue Beziehung zu bringen», erklärte die Referentin.

Wie Eltern Einfluss nehmen können

Es sei wichtig, den Finger am Puls zu halten, an der Front dabei zu sein und auch in schwierigen Situationen präsent zu bleiben. Den gewaltlosen Widerstand bezeichnete Strazzer als effizientes Instrument. Er ermächtige die Eltern, in unerträglichen Situationen selber Einfluss zu nehmen. Dabei bewirke ihr Verhalten gegenüber Aggressionen eine Eingrenzung der kindlichen Gewalt und verhindere eine weitere Eskalation. Auf diese Weise biete der gewaltlose Widerstand eine Hilfestellung, um aggressives Verhalten zu entschärfen.

Die neue Autorität beinhaltet nebst der Präsenz und der wachsamen Sorge eine Selbstkontrolle und eine Eskalationsprävention. Eine Hilfe kann dabei ein Bündnis mit Grosseltern, Lehrern, Nachbarn und allenfalls anderen Kindern sein. Nach einem erfolgten Protest und einem gewaltlosen Widerstand spielten Gesten der Wertschätzung und Versöhnung eine wichtige Rolle, betonte die Referentin. Es gelte, das Wir-Gefühl zu stärken. So könnten viele Probleme gelöst werden.

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