Der Obervogt bevorzugte die Evangelischen

Der verstorbene Weinfelder Lokalhistoriker Hermann Lei widmet den Gemeindeammännern in seinem Weinfelder Buch ganze 13 Seiten – all den Wälchlis, Reinlis, Kellers, Brenners, Bornhausers, Dünnenbergers, Diethelms und Haffters.

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Der verstorbene Weinfelder Lokalhistoriker Hermann Lei widmet den Gemeindeammännern in seinem Weinfelder Buch ganze 13 Seiten – all den Wälchlis, Reinlis, Kellers, Brenners, Bornhausers, Dünnenbergers, Diethelms und Haffters. Es ist eine kurzweilige Geschichte, vor allem nach 1712, als die Ammannstelle gemäss Landfriedensvertrag nun zwischen Reformierten und Katholiken abzuwechseln hatte. Der reformierte zürcherische Obervogt auf dem Schloss hätte natürlich am liebsten nur evangelische Ammänner gesehen, weshalb er, als Katholiken an der Reihe waren, Ältere bevorzugte, in der Annahme, dass diese bald sterben würden. Doch es gab katholische Ammänner, die lange im Amt sassen, und junge evangelische, die früh starben. Im Dorf lebten um 1710 etwa 60 Katholiken und gegen 1800 Reformierte. (es.)