«Der Mist erfreut nicht alle»

Nachgefragt

Drucken
Teilen

In den neusten Mitteilungen der Gemeinde Langrickenbach wird Pferdemist auf Strassen thematisiert. Gemäss Gemeindepräsidentin Fabienne Schnyder sorgt solcher immer mal wieder für Ärger.

Frau Schnyder, Ihre Gemeinde bittet Reiter, beim Ausritt darauf zu achten, wo der Pferdemist zu liegen kommt. In besiedeltem Gebiet soll er gar aufgenommen werden. Sind Rossbölle in Langrickenbach ein so grosses Problem?

Nein, es ist nicht so fatal, wie es jetzt vielleicht klingt. Auf der Gemeindeverwaltung gehen jährlich etwa zwei bis drei entsprechende Reklamationen ein. Der Aufruf erfolgt sporadisch, halt so, wie wir auch die Hundebesitzer auffordern, den Hundekot aufzulesen. Oder die Bauern, die Strassen sauber zu halten.

Dabei ist Pferdemist doch ein beliebter Dünger. Es gibt nicht wenige Leute, die Pferdeäpfel einsammeln und sie sofort im Garten verteilen, wenn sie welche finden.

Ja, das stimmt. Aber es gibt na­türlich auch andere Einwohner, die keine Freude haben. Gerade wenn der Haufen auf oder vor ihrem privaten Vorplatz landet.

Gibt es denn in Langrickenbach überdurchschnittlich viele Pferde?

Ich vermute schon, kenne die ­Statistik aber nicht. Es gibt nebst dem Reitstall gleich mehrere Private, die zwei, drei Boxen haben. Wenn ich joggen gehe, begegne ich eigentlich immer mindestens einem Reiter.

Und wie sollen diese nun verhindern, dass ihre Tiere sich an ungünstigen Stellen erleichtern?

Da ich diesbezüglich nicht vom Fach bin, kann ich dazu nicht viel sagen. Ich weiss ehrlich gesagt nicht, inwieweit sich das steuern lässt.

Plant der Gemeinderat weitere Massnahmen, falls der Aufruf nichts nützt?

Nein, sicher nicht. Wir sind ja eine klassische Kulturlandgemeinde, und die Pferde gehören zu einem Dorf wie unserem einfach dazu. Wir haben absolut gar nichts gegen Rösseler und Pferde. (meg)