Der Lindensaal ist Geschichte

Der hintere Teil von Jucker's Gasthaus Linde muss einem Neubau weichen. Im alten Lindensaal hat wohl schon jeder Tägerwiler einmal gefeiert. Die Besitzer lassen aber keine Nostalgie aufkommen.

Nicole D'orazio
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Familie Jucker schaut zu, wie der Bagger den alten hinteren Teil ihres Gasthauses abreisst. (Bild: Reto Martin)

Familie Jucker schaut zu, wie der Bagger den alten hinteren Teil ihres Gasthauses abreisst. (Bild: Reto Martin)

TÄGERWILEN. Schaulustige stehen neben Jucker's Gasthaus Linde und beobachten die Abbrucharbeiten. Seit Montag ist der Bagger im Einsatz und reisst den alten, hinteren Teil des Gasthauses ab. In diesem befinden sich der alte Lindensaal und einfache Fremdenzimmer. «Es ist schon speziell, wenn man sieht, wie der alte Teil abgebrochen wird», sagt Inhaberin Karin Jucker. Zusammen mit ihrem Mann Thomas und ihren Kindern verfolgt sie die Arbeiten. «Wir freuen uns allerdings sehr auf den Neubau. Dieser nützt uns viel mehr, und bringt uns völlig neue Möglichkeiten.»

Zimmer, Suiten und eine Lounge

Im stilvollen Neubau werden 15 Business-Lifestyle-Zimmer eingerichtet, zwei davon als Rooftop-Suiten. «Komfortable Zimmer sind in der Region ein Bedürfnis», sagt sie. Im Erdgeschoss wird es zwei multifunktionale Begegnungs- und Erlebnisräume geben. Diese sind für Seminare, kulturelle Anlässe oder Feiern gedacht. Zudem werden eine Lounge-Bar und ein Fumoir eingerichtet. Die Planungen für das Projekt haben zwei Jahre gedauert. «Wir sind froh, dass es nun endlich los geht.»

Karin Jucker freut sich, dass das Interesse der Bevölkerung am Abriss gross ist. «Im alten Saal war bestimmt schon jeder Tägerwiler einmal», sagt sie. Früher sei dieser zwei Etagen hoch gewesen. «Wir haben alte Unterlagen gefunden und wissen, dass darin früher sogar Abendunterhaltungen der Turnvereine stattgefunden haben.» Nostalgie lässt sie aber keine aufkommen. «Es war wirklich alles alt.»

Restaurant nur kurz zu

Das Restaurant bleibt diese Woche geschlossen. «Nächste Woche geht es aber wieder los. Der vordere Teil ist von den Arbeiten nicht betroffen.»

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