Der letzte Bürstenbinder

AMRISWIL. Erste Spuren von Bürsten, die den heutigen gleichen, führen bis in die Antike zurück. Im Mittelalter entstand 1552 die erste Bürstenbinderverordnung, aus der schliesslich die Lehre zum Bürstenmacher hervorging.

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AMRISWIL. Erste Spuren von Bürsten, die den heutigen gleichen, führen bis in die Antike zurück. Im Mittelalter entstand 1552 die erste Bürstenbinderverordnung, aus der schliesslich die Lehre zum Bürstenmacher hervorging.

Kurt Gurtner hatte eine solche Lehre gemacht und arbeitete in dem Handwerk viele Jahre. Maschinen konkurrierten den Beruf jedoch immer mehr. Schliesslich war es nur noch die Armee, die dem versierten 84-Jährigen Arbeit gab. Heute gilt das Handwerk als ausgestorben.

So gleicht es einer Rarität, am kommenden Sonntag Kurt Gurtner, dem «letzten Bürstenbinder» im Bohlenständerhaus bei seiner Tätigkeit über die Schulter zu schauen. An diesem 1. Mai ist das ganze Haus offen. Besucher erhalten von 14 bis 17 Uhr einen freien Einblick in das Leben und Arbeiten unserer Bauern, von 1539 bis in die Neuzeit. (red.)

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