Der in Bildern versteckte Humor

Der Künstler Otto Forster begann einst mit Malen, weil ihm das Geld für Bilder fehlte. Nun stellt er in der Galerie Stäcker aus. Morgen ist Vernissage.

Erwin Schönenberger
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BISCHOFSZELL. Man weiss kaum, wohin man schauen soll in der neuen Ausstellung mit Bildern und Figuren des St. Galler Künstlers Otto Forster in der Galerie Stäcker. Da lacht einen eine Kuh aus dem Stall an, dort erinnert einen eine Figur an die Basteleien eines Hans Krüsi, und an der anderen Wand sind es lange, schemenhafte Frauengestalten, die etwas aus dem Nebel heraustreten.

Verborgenes entdecken

Es ist neben der Phantasie, die Forsters Bilder prägt, der versteckte oder auch offene Humor, der den Betrachter in den Bann zieht. Beim zweiten, genaueren Hinschauen entdeckt man Sachen, die man zuerst übersehen hat. So ist in einem Bild ein grosser Elefant so gut getarnt, dass er glatt übersehen werden kann.

Kühle mit Phantasie

Phantasie ist es denn auch, die Otto Forster zum Malen anregt, und Katzen und Kühe sieht er immer im Haus oder auf der nahen Wiese. In schwungvoller Acryltechnik zaubert der Künstler seine Motive auf die Leinwand. So humorvoll wie seine Bilder ist auch der Weg, der Forster zum Malen gebracht hat. Beim Einzug in ein grosses Haus fehlte das nötige Geld für den Schmuck der kahlen Wände. Also entschloss er, selber Bilder zu malen. Seit etwa zehn Jahren widmet sich der ehemalige Besitzer einer Dachdeckerfirma nur noch seiner Kunst.

Die Ausstellung der Bilder und Figuretten von Otto Forster in der Galerie Stäcker an der Neugasse 2 in Bischofszell wird morgen Freitag um 19.30 Uhr mit der Vernissage eröffnet und dauert bis zum 3. Dezember. Während des Adventsmarkts am Sonntag, 27. November, ist die Ausstellung ebenfalls geöffnet.