«Der hohe Steuerfuss in der Kirchgemeinde ist unchristlich»

Die Rechnung 2014 der Evangelischen Kirchgemeinde Kreuzlingen schliesst mit einem Vorschlag von fast 300 000 Franken ab. Vor diesem Hintergrund gaben vor allem der Steuerfuss und die Kirchenaustritte zu reden, welche von einem Votanten in Zusammenhang gebracht wurden.

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Die Rechnung 2014 der Evangelischen Kirchgemeinde Kreuzlingen schliesst mit einem Vorschlag von fast 300 000 Franken ab. Vor diesem Hintergrund gaben vor allem der Steuerfuss und die Kirchenaustritte zu reden, welche von einem Votanten in Zusammenhang gebracht wurden. Seiner Meinung nach würden den Kirchbürgern in Evangelisch- Kreuzlingen rund zwei Prozent zu viel an Steuergeldern aus der Tasche gezogen, was er als «unchristlich» bezeichnete. Verschiedene Votanten und die Präsidentin Susanne Dschulnigg wehrten sich dagegen, dass Austritte und Steuerfuss miteinander in Beziehung gesetzt werden. «Diejenigen, die austreten, treten nicht in erster Linie des Geldes wegen aus. Vielmehr haben sie keinen Bezug mehr zum kirchlichen Leben», sagte Dschulnigg. Pfarrer Gunnar Brendler sprach von einer «postmodernen und oft auch postchristlichen Gesellschaft». Die Evangelische Kirchgemeinde Kreuzlingen habe sogar einen vergleichsweise tiefen Steuerfuss. (afl)

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