Der «Hirschen» in Hohentannen, eine Liegenschaft mit wechselvoller Geschichte

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Der «Hirschen» wurde 1828 von Konrad Stark erbaut. Über Hohentannen führte damals der wichtigste Verkehrsweg von St. Gallen nach Konstanz. Konrad Stark war der Urgrossvater von Georg und Elise Schmidhauser, welche die Gaststätte bis 1975 führten. Fast 150 Jahre war der «Hirschen» ein renommierter Landgasthof an schöner Lage. Dann wurde der «Hirschen» an eine AG verkauft und in ein Kurszentrum umgewandelt. In Hohentannen fehlte es in den folgenden Jahren an fast allem. Der Ruf nach einer Beendigung des unbefriedigenden Zustandes wurde immer lauter. Vermisst wurde insbesondere ein Restaurant. Die Ortskommission war entschlossen, dem Wunsch der Bevölkerung zu entsprechen. Sie packte eine sich bietende Gelegenheit beim Schopf und stellte an der Gemeindeversammlung vom 9. Januar 1989 den entscheidenden Antrag. Die 74 anwesenden Stimmberechtigten hiessen diesen mit grosser Mehrheit gut und genehmigten damit den Kauf des «Hirschen» mit angegliederter Scheune und rund 3000 Quadratmeter Umschwung zum Preis von 900000 Franken durch Übernahme der Hirschen AG sowie den Ausbau der Scheune zu einem Mehrzweckgebäude mit Zivilschutzanlage für 1,8 Millionen Franken. Im Februar 1992 wurde das Restaurant Hirschen mit den Pächtern Anita Wartmann und Hasan Fehimli feierlich eröffnet. (st)

Quelle

«Hohentannen – Geschichte und Geschichten erzählt von Walter Beck», Verlag Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2007.