«Der gute Fotograf hat eine gewisse Bescheidenheit»

Am kommenden Donnerstag ist Vernissage der Ausstellung von Leserfotos der TZ im Dreispitz in Kreuzlingen. Peter Forster freut sich darüber.

Daniela Huber
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Peter Forster Fotoforum Kreuzlingen (Bild: pd)

Peter Forster Fotoforum Kreuzlingen (Bild: pd)

Sie haben vor einem Jahr die Leserfotos-Ausstellung «XY fotografierte in Z» ins Leben gerufen. Und nun gibt es schon die zweite Auflage.

Peter Forster: Es ist schön, dass es weitergeht, dass es eine lebendige Leserschaft gibt, die immer wieder auf neue und andere Art ein Bild von Heimat vermittelt. Diese Bilder sind wie Geschichten, sie formen und definieren unser Gefühl von Heimat.

Nach welchen Kriterien wählen Sie die Bilder aus?

Forster: Die Bilder müssen zuerst technisch korrekt sein. Dann sollten sie engagiert sein. Hundert schöne Blümchenbilder zu finden wäre einfach. Manchmal ist es sehr naheliegend, was die Menschen einschicken, daher wäre mein Wunsch mehr engagierte Bilder, mehr Fotos von Zusammenkünften von Menschen, zum Beispiel. Leider hat es auch dieses Jahr ganz wenige.

Was bedeutet Ihnen die Fotografie?

Forster: Sie war für mich immer ein Mittel zum Zweck, um eine Werbeaufgabe zu lösen, also eine Geschichte zu erzählen. Das Ziel war jedes Mal, etwas schön zu fotografieren. Ich hätte mich dabei nie als Künstler bezeichnet. Dazu habe ich viel zu viel Respekt vor der Kunst. Fotografie hat mit dem Klick zu tun, und beruht oftmals auf Zufälligkeiten.

Was macht einen Fotografen aus?

Forster: Ein guter Fotograf hat eine gewisse Bescheidenheit und Respekt. Man nimmt Besitz von einem Stück Fläche, die man wiedergibt. Dies sollte man ernst nehmen. Das Bild soll ja gut sein und niemanden langweilen.