«Der grösste Druck ist weg»

WEINFELDEN. Das Zentrum für Musik und Tanz in Weinfelden mietet an der Bahnhofstrasse 14a zwei Räume für Tanzunterricht. Im Haus an der Ringstrasse 4 reicht der Platz für die 1500 Schülerinnen und Schüler längst nicht mehr aus.

Esther Simon
Merken
Drucken
Teilen
Schulleiter Andreas Schweizer in einem der beiden neuen Räume für Tanzunterricht. Links das Fenster zur Bahnhofstrasse in Weinfelden. (Bild: Nana do Carmo)

Schulleiter Andreas Schweizer in einem der beiden neuen Räume für Tanzunterricht. Links das Fenster zur Bahnhofstrasse in Weinfelden. (Bild: Nana do Carmo)

Haben die Planer der Musikschule an der Ringstrasse 4 vor sechs Jahren etwas falsch gemacht? «Nein», sagt Andreas Schweizer, Leiter der Musikschule Weinfelden, dem heutigen Zentrum für Musik und Tanz. «Die Schülerzahlen sind weit über unsere Prognosen hinaus angestiegen. Wir haben die Dynamik unterschätzt. Mit einer solchen Entwicklung hat niemand rechnen können. Wir haben jetzt achtzig Lehrkräfte und gegen 1500 Schülerinnen und Schüler», sagt Schweizer, der die Musikschule seit vierzehn Jahren leitet.

«Froh über diese Räume»

2007 war die Musikschule von den beengten Verhältnissen an der Falkenstrasse an die Ringstrasse 4 umgezogen. Tatsache ist, dass das Raumangebot am «neuen» Ort bereits nicht mehr passt. Aufmerksamen Passanten dürfte nicht entgangen sein, dass die Musikschule nun an der Bahnhofstrasse 14 – im ehemaligen Geschäftslokal der Apotheke Hörmann – Räume für Tanzunterricht gemietet hat. «Wir sind sehr froh über diese Räume, nicht nur, weil sie sich in der Nähe zur Ringstrasse 4 und zum Bahnhof befinden. Der Druck für die nächsten fünf bis zehn Jahre wurde jetzt weggenommen», sagt Andreas Schweizer. Die Raumplanung sei in der Musikschule aber weiterhin ein Thema (siehe Kasten).

Decken mit Schallschutz

Der Weinfelder Architekt Peter Büchel hat die beiden grösseren Räume für den Tanzunterricht und die Nebenräume an der Bahnhofstrasse 14 gestaltet. Das Design wurde an jenes in der Ringstrasse 4 angepasst. Das Haus gehört der kantonalen Gebäudeversicherung. Die Decken wurden mit Schallschutz versehen, «aus Rücksicht auf die anderen Mieter im Haus», sagt Schweizer. Die Investitionen von etwa 120 000 Franken übernimmt die Stiftung unter dem Präsidium von Ernst R. Anderwert. Ein kleinerer Raum ist für einen Physiotherapeuten reserviert. Schweizer: «Schülerinnen und Schüler der Begabtenförderung trainieren täglich. Weil sich deren Körper noch im Wachstum befindet, muss er intensiv betreut werden.»