Der Freund ist ein Erpresser

BUHWIL. Noch stehen einige intensive Proben bevor. Am 13. Februar geht die Premiere über die Bühne. Mit der Kriminalkomödie «Kafi mit...» von Arthur Watkyn steigt der Theaterverein Eisbrecher in die 25. Spielsaison.

Claudia Gerrits
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Raffael Tanner, Karin Bernold und Michael Heim bei den Proben zu einer Krimikomödie. (Bild: Claudia Gerrits)

Raffael Tanner, Karin Bernold und Michael Heim bei den Proben zu einer Krimikomödie. (Bild: Claudia Gerrits)

Was es wohl mit der grünen Flasche Pflanzengift im Wohnzimmer der Familie Bärtschi auf sich hat? Dem Besuch eines Erpressers? Dem Kriminalromanerstling eines jungen Autors mit dem Titel «Mord ohne Spuren»? Beim Probenbesuch an diesem Abend, an dem die «Eisbrecher» am vierten Akt arbeiten und feilen, bleibt für die aussenstehende Zuschauerin noch manches im Dunkeln.

Doch eines ist gewiss. Es sieht nach einem spannenden Plot aus und die Schauspielerinnen und Schauspieler sind ganz in ihrem Element. Ab und zu bringt noch ein falscher Texteinsatz einen Dialog durcheinander, verunsichert die andern Mitspielenden, sorgt aber auch für Heiterkeit. Doch es ist offensichtlich, die «Eisbrecher» sind auf bestem Weg.

Zwei Co-Regisseure

«Da ihr jetzt in euren Kostümen spielt, seid ihr ganz in eurer Rolle», bemerkt Cosimo Palmitessa in einer Pause. «Bewegt euch noch mehr, nutzt den Raum auf der Bühne, damit baut ihr Spannung auf», fordert Thomas Bichsel.

Die beiden führen wie schon in der letztjährigen Produktion gemeinsam Regie. Aufmerksam verfolgen sie das Bühnengeschehen, greifen nur ab und zu ein, machen sich jedoch laufend Notizen. Am Ende der Probe wird mit dem Schauspielensemble eingehend besprochen, was gelungen und was noch verbessert werden muss. Doch beide Regisseure sind mit den Schauspielern sehr zufrieden. «Das war eine Superleistung heute abend», lobt Palmitessa.

Erstmals zum zweiten Mal

Die Kriminalkomödie «Kafi mit...» habe der Verein vor 20 Jahren schon gespielt, erzählt Thomas Bichsel. Damals natürlich mit andern Schauspielern unter der Regie von Ueli Sturzenegger, der heute 83jährig sei. «Seit Bestehen des Vereins haben wir bis jetzt noch nie ein Stück zweimal gespielt», betont Thomas Bichsel. Der Vereinsvorstand liest jeweils zwanzig Theaterstücke und wählt daraus drei aus. Aus dieser Auswahl bestimmen die Vereinsmitglieder an der Generalversammlung dann das Stück, das zur Aufführung kommt. «Wir haben gemerkt, dass das Publikum Stücke mag, die heiter sind, aber durchaus einen realistischen, ernsteren Hintergrund haben», erklärt Thomas Bichsel.

Ein neues Gesicht

Noch stehen bis zur Premiere für Jessica Beck, Karin Bernold, Peter Eggmann, Michael Heim, Jacqueline Rutishauser, Norbert Schalk, Raffael Tanner und Katharina Zaiser sechs Proben und ein Probenwochenende bevor. Katharina Zaiser spielt das erste Mal mit. «Aller Anfang ist schwer», meint sie lachend, auf ihr Theaterdébut angesprochen. Mit ihrem Deutsch mit dem kleinen Akzent sei sie doch auch ein Farbtupfer im Stück, bemerkt Thomas Bichsel. Dem Verein sei es ein Anliegen, immer wieder neue Leute in die Produktionen einzubinden, erklärt er. Gefunden werden die Neuen meist über Mundpropaganda.

Aufführungen: Premiere 13. Februar, 20 Uhr, im Kirchenzentrum Steinacker, Kradolf; 14. Februar, 20 Uhr, und 15. Februar, 14 Uhr, in Turnhalle Neukirch an der Thur; 20., 21. Februar, 20 Uhr, und 22. Februar, 14 Uhr, in der Mehrzweckhalle Erlen.